Bargeld vom Staat für Diesel-Partikelfilter 

Wer sein Dieselfahrzeug mit einem Diesel-Partikelfilter nachrüstet, der bekommt hierfür Bargeld vom Staat: 330 Euro sind damit für die Finanzierung gesichert und das Gewissen ist auch beruhigt, denn der Partikelfilter hält die Schadstoffe zurück, die im Tierexperiment als krebsfördernd eingestuft werden mussten.

Durch das Bargeld für Diesel-Fahrzeugbesitzer möchte der Staat der bisherigen Zurückhaltung bei der Diesel-Partikelfilter-Nachrüstung entgegenwirken und die Luft in unseren Städten verbessern. Immer mehr deutsche Städte gehen auch dazu über, Kernbereiche zu sperren, wenn die Fahrzeuge nicht gewisse Maßnahmen zur Reduktion von Partikeln leisten können.

Bisher wurde die Nachrüstung der Diesel-Partikelfilter mit einer befristeten Steuerbefreiung gefördert. Diese Möglichkeit gilt nur für Fahrzeuge, die in den Jahren 2006 bis 2009 nachgerüstet wurden oder werden. Der Staat reduziert die Steuern so lange, bis ein Betrag von 330 Euro erreicht ist. Seit dem 1. August können aber Halter von Dieselfahrzeugen statt der umständlichen Steuerbefreiung einen direkten Bargeld-Zuschuss von 330 Euro bekommen.

Die neue und einfachere Förderung des Einbaus der Diesel-Partikelfilter muss bis zum 15.2.2010 erfolgt sein und auch bis zu diesem Zeitpunkt in einem Antrag gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle nachgewiesen werden. Weitere Einschränkungen für einen erfolgreichen Antrag sind: Das Diesel-Fahrzeug muss bis zum Ende des Jahres 2006 erstmals zugelassen worden sein. Außerdem gibt es wie bei der Abwrackprämie von Altfahrzeugen eine Förderobergrenze: Wenn 66 Mio. Euro für die Nachrüstung der Diesel-Partikelfilter ausgegeben sind, dann gibt es keine Prämie mehr. Dies reicht für etwa 200.000 Diesel-Partikelfilter.

Auch unter dem Gesichtspunkt der Wirksamkeit sollten also die Diesel-Besitzer schnell handeln. Sie beauftragen die Werkstatt mit dem Einbau der Diesel-Partikelfilter und bekommen von dieser eine Bescheinigung hierüber. Damit gehen sie dann zur örtlichen Zulassungsstelle und lassen sich den Diesel-Partikelfilter in den Kraftfahrzeugschein eintragen. Anschließend kann man gegenüber dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Antrag auf das Bargeld stellen oder auch die Verrechnungsvariante (Reduzierung der Kfz-Steuer) wählen. Einfacher ist die Möglichkeit des Bargeld-Bezugs, denn ein entsprechender Antrag kann online über http://www.pmsf.bafa.degestellt werden. Diese Website wird vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle betrieben. Zur Sicherstellung der Richtigkeit des Antrags ist dieser auch noch auszudrucken und zu unterschreiben. Zusammen mit Kopien der Fahrzeugscheines und des aktuellen Kraftfahrzeugbescheids wird der unterschriebene Antrag an das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle geschickt. Nach Prüfung des Antrags erfolgt dann sofort die Überweisung der 330 Euro auf das Girokonto des Fahrzeughalters.

Die Kosten für die Nachrüstung des Diesel-Partikelfilters liegen je nach Fahrzeugtyp zwischen 240 und 500 Euro. In vielen Fällen kann der Diesel-Besitzer also sogar einen echten Gewinn aus dem Einbau des Diesel-Partikelfilters erzielen. Aber auch wenn das nicht im jedem Fall möglich ist: Die Umwelt und die Gesundheit der Mitmenschen sollten auch überzeugende Gründe für den Einbau eines Diesel-Partikelfilters darstellen.

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