Bevorstehender Reifenwechsel: Das Wichtigste zu den Winterreifen

Bald ist es wieder so weit: Der Wechsel auf die Winterreifen steht für viele Autobesitzer schon vor der Tür. Dabei gibt es kaum zu einem anderen Thema so viele falsche Mythen wie zu den Winterreifen. Verbraucher sollten jetzt wissen, worauf sie Acht geben müssen.

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Die einen wechseln pünktlich im Oktober auf Winterreifen, die anderen fahren den ganzen Winter hindurch mit den Sommerreifen. Den Mittelweg stellen Allwetterreifen dar, die sowohl im Sommer als auch im Winter genutzt werden können. Doch welche Variante ist eigentlich die Richtige?

Von O bis O – Die Grundregel für den Reifenwechsel

Grundsätzlich spricht man hinsichtlich des Reifenwechsels von der Grundregel "von O bis O". Diese steht für "von Oktober bis Ostern". Im Oktober sollen die Winterreifen aufgezogen werden, ab Ostern ist der Wechsel auf Sommerreifen möglich – doch wie die meisten Regeln ist auch diese dehnbar. Während Lkw-Fahrer aufgrund der Winterreifenpflicht keine Wahl haben, fragen sich viele Verbraucher: "Braucht man jetzt schon Winterreifen?".

Autofahrer sollten sich auch an der Witterung orientieren. Wirklich erforderlich sind Winterreifen natürlich nur, wenn es schneit oder glatt ist. Sinnvoll sind sie allerdings auch, wenn die Temperaturen regelmäßig in einen niedrigen Bereich knapp über oder auch unter 0 Grad sinken. Die Winterreifen bestehen aus einer weicheren Gummimischung, die bei kalten Temperaturen eine bessere Straßenhaftung bietet. Wer schon relativ früh auf die Winterreifen wechselt, sollte allerdings auch wissen, dass die Straßenhaftung bei Regen schlechter ist als bei den Sommerreifen. Daher sollte anhand des Wetterberichts abgewogen werden, wann der beste Zeitpunkt für den Wechsel ist. Im Frühjahr sollte der Wetterbericht genau verfolgt werden. Findet Ostern in einem Jahr bereits im März statt, sollte besser noch einige Wochen gewartet werden, da das Risiko von wiederkehrenden Frösten zu groß ist.

Gibt es die Winterreifenpflicht?

Viele Mythen ranken sich um die Winterreifenpflicht. Die meisten Verbraucher wissen noch immer nicht sicher, ob sie verpflichtet sind, Winterreifen aufzuziehen. Tatsächlich ist zum 4. Dezember 2010 eine Art "Winterreifenpflicht" in Kraft getreten. Der Gesetzgeber spricht von der Pflicht, bei schlechten Straßenverhältnissen, bei denen Matsch und Schnee eine Gefahr darstellen, sogenannte M+S-Reifen (M+S = Matsch und Schnee) zu nutzen. Dabei handelt es sich allerdings nur um Allwetterreifen – Winterreifen sind nach wie vor nicht Pflicht. Zudem gibt es keine grundsätzliche Pflicht während einer bestimmten Zeitspanne – lediglich wenn die entsprechenden Straßenverhältnisse vorherrschen, ist die Nutzung von M+S-Reifen obligatorisch (lesen Sie hier mehr zur Winterreifenpflicht).

Verstoßen Autofahrer gegen diese Vorgabe, riskieren sie unter Umständen ihren Versicherungsschutz. Wer aufgrund der Falsch-Bereifung bei verschneiten oder matschigen Straßenverhältnissen einen Verkehrsunfall verursacht, muss laut gängiger Rechtsprechung damit rechnen, eine Mitverursacherquote von mindestens 20 Prozent aufgebrummt zu bekommen. Angesichts dieser Höhe lohnt es sich nicht, bei den Winterreifen zu sparen. Manche Versicherer verweigern die Leistung je nach Schweregrad der Pflichtverletzung teilweise oder sogar ganz.

Spartipp für den Reifenkauf: Preisvergleich

Winterreifen sind grundsätzlich keine günstige Angelegenheit. Dennoch gibt es die Möglichkeit, die Preise für Winterreifen oder für andere Autoteile von zahlreichen Anbietern im Internet direkt miteinander zu vergleichen. So finden Verbraucher direkt das günstigste Angebot, ohne lange suchen zu müssen.

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