Enorme Ersparnis beim Autokauf durch den Erwerb eines EU-Fahrzeuges

Bei manchen dauert es Monate, bei anderen Jahre; doch irgendwann ist es soweit und man hat es geschafft sich das nötige Kleingeld für einen neuen Wagen zusammenzusparen. Doch wie wäre es wenn man den Vorgang beschleunigen könnte indem man weniger für das Auto bezahlt? Keine Sorge, das ist keine Wunschvorstellung, sie ist existent. Sogenannte EU-Fahrzeuge machen es möglich. Doch was versteht man unter EU-Fahrzeugen?

EU KFZ

EU-Fahrzeuge sind solche, die aus der Europäischen Union nach Deutschland importiert werden. Wurden diese sogar in Deutschland für den europäischen Markt produziert und dann zurück importiert, spricht man auch von Reimporten. Grund für dieses Vorgehen ist die enorme Ersparnis von teilweise bis zu 40 % gegenüber dem Listenpreis die man dabei erzielen kann.

Wie ein solcher Rabatt zustande kommen kann, lässt sich anhand einiger Beispiele leicht erklären. Zum einen wäre da die unterschiedliche Besteuerung in den EU-Ländern. Während wir in Deutschland mit den bekannten 19 % einen im Vergleich geringen Satz haben, gibt es EU-Länder, in denen der Umsatzsteuersatz bis zu 8 Prozentpunkten über dem Deutschen liegen. Da die EU-Fahrzeug-Händler nur die deutschen 19 % entrichten müssen, entsteht schon hier eine Ersparnis.
Des Weiteren gelten in manchen Ländern Autos als Luxusgut worauf eine sogenannte Luxussteuer erhoben wird. Damit sich die entsprechende Bevölkerung weiterhin Neuwagen leisten kann, setzen die Hersteller einen entsprechenden niedrigeren Nettopreis an. So kann auch hier beim (Re-)Import gespart werden.
Zum anderen beziehen Reimporteure meist eine größere Menge aus dem Ausland sodass ihnen ein Mengenrabatt eingeräumt werden kann. Des Weiteren haben die Hersteller aufgrund unterschiedlicher Konkurrenzsituationen und Kaufkraft der Bevölkerung eine je nach Land unterschiedliche Preispolitik. Auch diese Gründe ermöglichen es den Händlern Fahrzeuge zu günstigeren Preisen anzubieten.

Obwohl der Preis ein schlagkräftiges Argument für einen EU-Neuwagen ist, zögern manche genau deswegen mit dem Kauf. Grund dafür ist, dass der günstige Preis mit einer minderen Qualität gleichgesetzt wird. Ein Ammenmärchen welches leider auch gerne von hiesigen Händlern verbreitet wird und welchem sich ganz klar widersprechen lässt. Für alle in die EU importierten Kraftfahrzeuge gibt es nämlich einheitliche Zulassungsrichtlinien. Diese stellen sicher, dass die importierten Fahrzeuge den in der Europäischen Union gültigen Normen entsprechen. Folglich ist sogar gesetzlich sichergestellt, dass es keine Qualitätsunterschiede geben kann und darf.
Ebenso sind auch die Garantieleistungen nicht von einem (Re-)Import betroffen. Jeder Käufer eines Neuwagens erhält eine Herstellergarantie; ganz gleich aus welchem Land der EU das Fahrzeug angeschafft wurde. Diese Herstellergarantie, welche im Normalfall zwei Jahre beträgt, gilt zudem europaweit. Das bedeutet, dass Sie im Falle eines benötigten Services in der ganzen Europäischen Union eine Vertragswerkstatt aufsuchen können.

Es sei jedoch erwähnt, dass es dennoch Unterschiede zwischen EU-Fahrzeugen und „deutschen“ Fahrzeugen geben kann. Reimporte können sich nämlich in der Serienausstattung unterscheiden. Das liegt daran, dass sich die Hersteller bei der Auswahl der Serienausstattung an den entsprechenden Markt eines Landes anpassen. So ist beispielsweise in vielen klimatisch kälteren Ländern eine Sitzheizung, und in anderen Ländern dafür eine Diebstahlsicherung oder ein Raucherpaket Teil der Basisausstattung. Daher sollte vor einem Kauf immer ein Blick auf die Serienausstattung geworfen werden.

Bezüglich der Zulassung eines EU-Fahrzeuges brauchen Sie sich keine Sorgen machen. Diese ist genauso wenig aufwändig wie die eines Autos welches für den deutschen Markt produziert wurde.
Beim Kauf eines Wagens aus der EU erhalten Sie die sogenannten COC-Papiere, die eine Zulassung enorm erleichtern. Das COC (Certificate of Conformity), auch EWG-Übereinstimmungsbescheinigung genannt, wird einfach mitsamt der Rechnung über den Kauf der zuständigen Zulassungsstelle vorgelegt woraufhin der Wagen auch schon zugelassen werden kann. In manchen fällen kann es noch dazu kommen, dass die Zulassungsstelle zudem die FIN-Nummer des Fahrzeugs abgleichen möchte.
 

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