Möglichkeiten, das unverkäufliche Auto loszuwerden

Alle Maßnahmen sind fehlgeschlagen: Der private Pkw steht seit Monaten in Zeitungsannoncen, es wurde auf mehreren Portalen im Internet, Foren und Auktionsplattformen beworben und auch die Bekannten wollen ihn nicht kaufen. Welche Möglichkeit bleibt Autobesitzern in diesem Fall?

Ein unverkäufliches Auto ist der wohl größte Albtraum eines Pkw-Besitzers. Gründe für den fehlgeschlagenen Verkauf kann es viele geben:

  • das Fahrzeug ist zu alt
  • sein Zustand ist schlecht (Unfallwagen)
  • es handelt sich um eine nicht begehrte Marke/Modell
  • der Verkauf wurde nicht gut organisiert
  • es wurde kein passender Käufer gefunden

Je nachdem, welches der obigen Szenarien vorliegt, gibt es verschiedene Lösungen. Diese stellen wir im Anschluss vor.

Unfallwagen verkaufen

Unfallwagen - eine Bezeichnung, die Menschen, die an einem Fahrzeug interessiert sind, nicht lesen möchten. Es klingt meist schlimmer als es ist. Denn Unfallwagen könnten Fahrzeuge sein, die einen sehr kleinen Schaden erlitten haben - zum Beispiel an der Karosserie - ohne dass die Mechanik in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Falls es sich um ein solches Fahrzeug handelt, müssen Pkw-Verkäufer alles daran setzen, den kleinen Schaden richtig darzustellen und zu kommunizieren. Dazu verfasst man eine ausführliche Beschreibung, in der der Unfall geschildert. Falls der Schaden repariert wurde, sollte man auch dazu einige Zeilen schreiben. Falls der Schaden nicht behoben wurde, sind Fotos von dem Schaden anzufertigen, die ihn genau zeigen.

Natürlich gibt es auch Unfallwagen, die ernst zu nehmende Schäden erlitten haben. Für diese Fahrzeuge gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • man sucht Personen, die Unfallwagen reparieren
  • man verkauft einzelne Bauteile des Fahrzeugs

Die zweite Lösung bringt dem Verkäufer womöglich mehr Geld, ist aber auch mit einem zusätzlichen Aufwand verbunden.

Käufer für seinen Pkw finden

Das Auto ist weder zu alt noch befindet es sich in einem schlechten Zustand. In diesem Fall hat der private Verkäufer versagt. Seine Bemühungen waren nicht ausreichend oder er hat schlichtweg ein wenig Pech gehabt. Insbesondere bei weniger begehrten Marken oder Modellen müssen Käufer gefunden werden, die sich für diese Automobile interessieren. Diese Menschen findet man vielleicht nicht auf den großen Autoportalen, sondern in speziellen Automobilforen.

Sollten alle Bemühungen auch in diesem Fall erfolglos bleiben, können Pkw-Verkäufer ihr Auto nach Afrika verkaufen. Klingt auf den ersten Blick wie eine merkwürdige Entscheidung, sie ist jedoch eine gute Lösung für Fahrzeuge, die hierzulande keinen Besitzer finden. Afrika importiert viele Fahrzeuge aus Europa, wie Spiegel Online in einem Artikel aus 2006 erklärt, rund 100.000 allein aus Deutschland. Vom Hamburger Hafen aus legen die deutschen Fahrzeuge viele Kilometer zurück, bis sie im westafrikanischen Cotonou in Benin ankommen.

Inzwischen befassen sich viele deutsche Unternehmen mit dem weltweiten Gebrauchtwagenexport. Wenn die Pkws hierzulande ihre Zeit nach maximal 15 Jahren ausgedient haben, beginnen sie im Ausland ihr zweites Leben - und fahren dort gerne noch mal dieselbe Zeit. In Afrika schaffen die Fahrzeuge diese lange Fahrzeit, weil sie dort aufgrund des Klimas langsamer rosten. Für die Afrikaner gibt es aber auch keine Alternative. Deutsche Verkäufer werden ihr Fahrzeug nicht nur los, sie geben den in Afrika lebenden Menschen auch die Chance, ein Fahrzeug zu erwerben.

Altes Fahrzeug veräußern

Wenn das Fahrzeug so alt ist, dass es selbst für Menschen im Ausland nicht mehr interessant ist, weil es schlichtweg nicht fahrbar ist, bleiben nur noch wenige Möglichkeiten, einen materiellen Vorteil zu erhalten.

Die beste Möglichkeit, Geld von seinem alten Fahrzeug zu erhalten, ist der Verkauf von Ersatzteilen. Über Foren sind Autobesitzer immer wieder auf der Suche nach Ersatzteilen für ihr Fahrzeug. Insbesondere bei älteren Pkws findet man diese nicht mehr beim Hersteller, da sie ab einem bestimmten Zeitpunkt nicht länger hergestellt werden. Als Pkw-Verkäufer kann man aktiv nach diesen Menschen suchen und ihnen sein Ersatzteil anbieten. Zusätzlich ist es sinnvoll, die Ersatzteile in Foren und auf Auktionsplattformen anzubieten und zu warten, bis sie jemand entdeckt.

Falls der Verkauf von Ersatzteilen nicht den gewünschten Erfolg bringt oder der Zeitaufwand zu groß ist, bleibt nur noch die Verschrottung übrig. Die Verschrottung selbst kostet Geld, welches im besten Fall durch den Verkauf von Eisenschrott ausgeglichen werden kann. In glücklichen Fällen interessiert sich der Schrottplatz für bestimmte Bauteile und kauft diese dem Pkw-Besitzer ab.

Übrigens: Laut dem ADAC sind Autohersteller gezwungen, Altfahrzeuge kostenlos zurückzunehmen. Genauere Informationen dazu bietet der Fahrzeughersteller auf seiner Webseite.

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