Neue Gesetze für Autofahrer ab 2015

Zum Jahreswechsel 2014/2015 werden in Deutschland und in den Nachbarländern einige gesetzliche Neuerungen in Kraft treten, die jeder Autofahrer kennen sollte.

© istock.com/micha360

Kennzeichen können bald mitgenommen werden

Wer sich von seinem Kennzeichen nicht trennen kann, braucht das in Zukunft auch nicht mehr: Ab dem 1. Januar 2015 entfällt die Pflicht zur Umkennzeichnung von Fahrzeugen bei Umzug, wie es im schönsten Beamtendeutsch heißt. Anders gesagt: Wer in eine andere Stadt zieht, kann das alte Kennzeichen nun mitnehmen. Wer dann allerdings ein neues Auto kauft und dieses am neuen Wohnort zulassen will, muss nach wie vor ein Kennzeichen des neuen Kreises akzeptieren.

Einfach wird es in Zukunft, das eigene Auto abzumelden: Vom neuen Jahr an sind neue Fahrzeugscheine mit speziellen verdeckten Codes versehen. Soll das Auto abgemeldet werden, können die verdeckten Felder freigerubbelt werden, um die Codes aufzudecken. Diese werden dann im Internet eingegeben - der Gang zum Straßenverkehrsamt fällt weg.

Vorfahrt für Elektroautos?

Führende Auto-Portale wie auto-service.de berichteten unlängst darüber, dass Elektroautos nach wie vor Ladenhüter in Deutschland sind: Statt wie erhofft 100.000 Autos wurden im Jahr 2014 gerade einmal 24.000 neue Elektroautos zugelassen. Vor allem Privatleute können mit den Elektroautos nichts anfangen. Die nach wie vor hohen Preise für Elektroautos und die fehlende Reichweite bei gleichzeitig mangelnder Versorgung mit "Stromtankstellen" werden dabei als Hauptgründe genannt. Um die Elektroautos populärer zu machen, sollen sie ab 2015 Vorteile vor allem in den Großstädten genießen dürfen: So werden bevorzugte Parkplätze für sie eingerichtet und Busspuren für sie freigegeben. Auch Carsharing-Projekte sollen Sonderparkplätze erhalten, um die Menschen vom eigenen Auto abzubringen.

Änderungen im Ausland: Österreich erhöht die Maut

Während in Deutschland noch heftig um die kommende Maut und ihre Preise gestritten wird, erhöht Österreich die Preise für seine Pickerl: Eine Jahresvignette kostet 2015 dann 84,40 Euro statt 82,70 Euro, eine 2-Monats-Vignette 25,30 statt 24,80 Euro und eine 10-Tages-Vignette 8,70 statt 8,50 Euro.

Auch in Italien ändert sich einiges: So dürfen die heißgeliebten Roller und andere Kleinkrafträder ab 120 ccm in Zukunft die Autobahn nutzen. In den Städten werden Busspuren für Zweiräder vom Fahrrad bis zum Motorrad freigegeben, um die Staus zu entschärfen. Bußzahlungen für die Überschreitung der Parkzeit sollen sich an der Dauer der Überschreitung orientieren: Wer die Parkzeit lediglich eine halbe Stunde überschritten hat, zahlt dann weit weniger als derjenige, der für zwei Stunden am Morgen gezahlt hat, um dann den ganzen Tag am Strand zu verbringen.

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 2.0 / Prozent: 40% , Stimmen: 1

Artikelinformationen