Kfz-Steuer berechnen

Die unangenehme Nachricht zuerst: Auf die Höhe Ihrer zu zahlenden Kraftfahrzeugsteuer haben Sie nur wenig Einfluss. Die wichtigste Ausnahme: Sie können sich für ein Fahrzeug entscheiden, das weniger Kraftfahrzeugsteuer kostet. Eine zweite Möglichkeit: Sie rüsten Ihr Fahrzeug um für eine bessere Schadstoffklasse.

Welche Fahrzeuge weniger Kfz-Steuer kosten und wie Sie die Kfz-Steuer berechnen, erfahren Sie im folgenden Beitrag. Keine Bange: Den Taschenrechner können Sie beruhigt in der Schublade lassen.

Wie wird die Kfz-Steuer berechnet?
Kfz-Steuer wird für alle Fahrzeuge und Anhänger erhoben, die nicht an eine Schiene gebunden sind. Die Berechnung für Wohnmobile erfolgt auf Basis der Gesamtmasse, Lastkraftwagen werden nach ihrem zulässigen Gesamtgewicht berechnet; wiegen sie mehr als 3,5 Tonnen, werden auch die Schadstoff- und Geräuschemissionen berücksichtigt.

Für die Personenkraftwagen hat sich mit dem Stichtag 1. Juli 2009 für die Berechnung der Kfz-Steuer Wesentliches geändert. Bis zu diesem Zeitpunkt lagen der Berechnung zwei Faktoren zugrunde: die Art des Motors (Selbstzünder oder Fremdzünder, das heißt also Dieselmotor oder Ottomotor) und die Größe des Motors (angegeben durch den Hubraum in Kubikzentimeter). Je größer der Motor, so die einfache Kalkulation, desto höher die Kfz-Steuer; der Dieselmotor war teurer als der Benziner.

Das war so lange kein falscher Ansatz, wie die Gleichung aufging: Größerer Motor ist gleich höhere Umweltbelastung (wegen der umweltschädigenden Abgase). Die Autoindustrie stellt aber immer ‚sauberere‘ Motoren her, Motoren also, die bei vergleichsweise hohem Hubraumvolumen immer weniger Schadstoffe produzieren (auch hier gibt es Ausnahmen). Diesen Fortschritt will das neue Kraftfahrzeugsteuergesetz honorieren: Es berücksichtigt die Menge des Kohlendioxidgehalts (CO2), die ein Motor auf einen Kilometer produziert.

Die Höhe der Kfz-Steuer
Die Neuregelung der Kfz-Steuer gilt zunächst nur für Pkw mit Erstzulassung zwischen dem 1.7.2009 und 31.12.2011. Für eine erste, grobe Kalkulation gelten folgende Richtwerte (Quelle: Bundesministerium der Finanzen)

• Ottomotoren: 2 Euro je angefangene 100 ccm Hubraum
• Dieselmotoren: 9,50 Euro je angefangene 100 ccm Hubraum
• zusätzlich werden 2 Euro je Gramm CO2 erhoben, die über der Höchstgrenze von 120 Gramm liegen. Das bedeutet: Ein Fahrzeug mit einem Ausstoß von 130 Gramm CO2 pro Kilometer wird mit zusätzlich 10 Euro Kfz-Steuer belastet. Entscheidend ist der im Fahrzeugschein amtlich eingetragene CO2-Wert (Feld V.7).

Kraftfahrzeugsteuergesetz mit Übergangsfristen
Gesetze werden zumeist mit Übergangslösungen versehen. Sie sollen Ungerechtigkeiten mildern oder gar vermeiden. Pkw, die zwischen dem 5.11.2008 und dem 30.6.2009 zum ersten Mal zugelassen wurden, sind für ein Jahr von der Kfz-Steuer befreit. Erfüllen diese Fahrzeuge sogar die Normen der Abgasstufe 5 oder 6, können sie zwei Jahre gefahren werden, ohne dass eine Kfz-Steuer fällig wird.

Auf der Seite des Bundesministeriums für Finanzen finden Sie einen Rechner, der für Sie kostenlos die Höhe der zu zahlenden Kfz-Steuer ermittelt (www.bundesfinanzministerium.de).

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