Die Rollerversicherung – einfach zu erhalten, wichtig im Schadenfall  

Unfälle oder allgemeiner gesagt: durch Führen eines Fahrzeugs entstandene Schäden können sehr teuer werden. Damit a) der Unfallverursacher nicht in den Ruin getrieben wird und b) der Unfallerleidende keine zu großen finanziellen Nachteile aus dem Geschehen zieht, müssen in Deutschland die Halter von Fahrzeugen ihre Fahrzeuge versichern: in der Haftpflichtversicherung. Für die Versicherung von Motorrollern, genauer: von Leichtkrafträdern bestehen hier besondere Vereinbarungen.

Gesetzlich vorgeschrieben: die Rollerversicherung
Roller mit einem Motorvolumen von nicht mehr als 50 ccm und einer Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h müssen per Gesetz haftpflichtversichert werden. Die Versicherung gilt für jeweils ein Jahr, wobei das Abrechnungsjahr vom 1.3. bis zum 28.2. des Folgejahres läuft. Hier heißt es aufpassen und sich vorher informieren: Manche Versicherer berechnen nur die anteiligen Gebühren, das heißt: Wer seinen Roller im Sommer anmeldet, muss dann nur die Gebühren für die restliche Laufzeit bis zum 28.2. bezahlen, nicht aber die Gesamtsumme!

Ob der Roller vor mir auf der Straße versichert ist, zeigt ein Blick auf die Farbe der Versicherungsplakette (dort, wo bei großen Motorrädern das Kennzeichen sitzt), denn die wechselt jedes Jahr von Grün nach Schwarz nach Blau. Zur Zeit ist die Versicherungsplakette blau (Stand November 2009).

Von ihrer Art her zählt die Rollerversicherung zu der Kfz-Haftpflichtversicherung. Das bedeutet, dass das Versicherungsunternehmen im Schadensfall folgende Leistungen erbringt:

es wird die Haftpflichtfrage prüfen (lassen)
es wird berechtigte Ansprüche auf Schadenersatz ausgleichen

unberechtigte Ansprüche wird es mit den gebotenen juristischen Möglichkeiten abwehren.

Wo man seine Rollerversicherung erhält

Wer einen Roller bei einem Händler kauft, erhält oft bereits dort schon die Versicherungsplakette, sofern er die Prämie direkt bezahlt. Ansonsten bekommt man eine Rollerversicherung bei jeder Versicherungsgesellschaft. Den Nachweis für die Rollerversicherung, die Versicherungsplakette, gibt's in den meisten Fällen direkt nach Vertragsabschluss bei seinem Versicherer.

Eine dritte Möglichkeit bieten die Volks- und Raiffeisenbanken: Auch über sie kann eine Rollerversicherung abgeschlossen werden. Wie überall gilt aber auch hier: unbedingt Leistungen und Prämien vergleichen! Denn grade die Bandbreite der Prämien variiert zwischen 30 Euro und deutlich mehr als hundert Euro!

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