Die Mitarbeiterkapitalbeteiligung kann eine Altersvorsorge Alternative sein

Die Beteiligung am Kapital des Unternehmens kann sowohl für Mitarbeiter/innen wie auch für die Unternehmen selbst eine lukrative Alternative zu Betriebsrente, Rentenkasse oder Direktversicherung sein.

Prinzipiell kann jedes Unternehmen die Mitarbeiter/innen einladen und ermutigen sich im Sinne der Entgeltumwandlung mit Teilen ihres Gehalts am Kapital der Firma zu beteiligen. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. So können die Angestellten beispielsweise Mitarbeiteraktien des Unternehmens zeichnen und dadurch sowohl Dividenden wie auch eventuell ein Stimmrecht erlangen. Sie können sich aber auch als stille Teilhaber in das Unternehmen einkaufen oder sich am Fremdkapital/Kredite ihres Unternehmens durch einen geringen Prozentsatz ihres Bruttogehalts beteiligen. Genauso sind entsprechende Mischformen möglich.

Der Vorteil für beide Seiten liegt sicher darin, dass sich Angestellte stärker mit dem Unternehmen identifizieren und ihre Leistungen enger an die eigene Altersvorsorge gekoppelt sehen. Dadurch kann die Produktivität gesteigert und die Krankenrate gesenkt werden. Für das Unternehmen bedeutet die Mitarbeiterkapitalbeteiligung auch eine Bindung der Angestellten an das Unternehmen. Andererseits bedürfen Investitionen, Kreditaufnahmen und strukturelle Maßnahmen auch einer engeren Abstimmung mit dem Mitarbeiter/innen. Trotzdem fließt dem Unternehmen dadurch frisches Kapital zu, welches es für Innovationen, Neuanschaffungen oder für Käufe anderer (Konkurrenz)Unternehmen verwenden kann. Mitunter sind Dividenden und Zinsen für die Angestellten nämlich günstiger als Kreditzinsen. Weiterhin kann das Unternehmen auch vorschlagen, die Teilhabe an Dividendenausschüttungen für Einzahlungen in beispielsweise Pensionsfonds oder auch andere Formen der betrieblichen Altersvorsorge zu verwenden und damit letztendlich und im besten Fall die spätere Betriebsrente der Angestellten zu erhöhen.

Auch der Staat sieht den Vorteil dieser Art der betrieblichen Vorsorge und gewährt 360 Euro an steuer- und sozialversicherungsfreien Höchstbeträgen für direkte Beteiligungen auf pro Jahr und Beschäftigte/r. Welche Form der Mitarbeiterkapitalbeteiligung schließlich gewählt wird, überlässt die Regierung den Unternehmen und Angestellten selbst.

 

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