115 – Die neue Telefonnummer für Behörden-Rückfragen 

115 - mit dieser einfachen Telefonnummer kann man demnächst - bundesweit einheitlich - eine Verbindung zu einer Behörde aufnehmen. Nachdem bereits in den 50er-Jahren große Erfolge mit den einheitlichen Nummer 110 und 112 erreicht wurden, hat es ziemlich lange gedauert, bis man auf das bürgerfreundliche Projekt D 115 gekommen ist.

Mit der Telefonnummer 115 soll es den Bundesbürgern leichter gemacht werden, mit einer lokalen oder überregionalen Behörde in Kontakt zu treten. Zurzeit läuft noch ein Pilotbetrieb, den man aber mit Telefonanschluss in Düsseldorf, Bonn, Köln, Duisburg, Aachen und weiteren Städten bereits jetzt nutzen kann. Damit sind immerhin schon 10 Millionen Deutsche in der Lage, mit 115 eine Behörde zu kontaktieren.

Es sind folgende Fragestellungen, die einen nach einer schnellen Hotline-Nummer greifen lassen: Was muss ich eigentlich genau tun, wenn ich einen Heiratstermin im Auge habe? Muss ich als hauptberuflicher Texter auch ein Gewerbe anmelden, und wenn ja, wie geht das? Wie komme ich an eine zweite Lohnsteuerkarte für meine Nebentätigkeit?

Nun braucht man nicht mehr lange im Telefonbuch zu blättern oder im Internet zu recherchieren. Einfach die 115 wählen und dann wird einem weiter geholfen. Der Anruf aus dem Festnetz ist vergleichsweise billig: Hier liegen die Kosten zwischen 7 und 12 Cent pro Minute. Aus dem Mobilnetz kann der Anruf aber bis zu 50 Cent pro Minute kosten. Die neue Behördennummer 115 ist in der Zeit zwischen 8 Uhr morgens und 18 Uhr abends erreichbar - und das von Montag bis Freitag. Man hat so viele Mitarbeiter bereit gestellt, dass man in den meisten Fällen innerhalb von 30 Sekunden einen Ansprechpartner in der Leitung haben wird, verspricht man den potentiellen Anrufern.

Die Idee für die 115 ist schon älter. Schließlich einigten sich die Länder mit den Gemeinden und man wird überwiegend die schon bestehenden Call-Center der Kommunen für den Servicebetrieb nutzen. Hier wird auch der Schwerpunkt der Anfragen vermutet. Es wird sich zeigen, ob die Mitarbeiter in den Call-Centern bei schwierigen Fragen direkt zum richtigen Sachbearbeiter weiterleiten können. Auch bei den bisherigen kommunalen Call-Centern wurden bereits mehrere Städte zu Ballungszentrum zusammengezogen, so dass der lokale Bezug in vielen Fällen nicht mehr ganz einfach herzustellen war.

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