Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Immobilienpreise
Nach den Recherchen von Hypoport haben sich die Erlöse für Eigenheime seit 2005 im Durchschnitt um ein Fünftel reduziert. Im ersten Quartal 2009 hat dies sogar eine gewisse Dramatik angenommen.
Allerdings kann man gleichzeitig auch beobachten, dass viele Aktien- und Anleihenbesitzer aus Furcht vor der Inflation versuchen, in den Immobilienmarkt einzusteigen. Allerdings konzentrieren sich diese auf die schon sehr beliebten Wohnungslagen in den Ballungszentren. Dorthin wollen auch viele Eigenheimbesitzer wechseln, die ihr Häuschen im Grünen gegen eine Stadtwohnung tauschen wollen. Angesichts der demographischen Entwicklung ist auch in den nächsten Jahren von einer Trendverstärkung in diesem Sinne auszugehen. Auch eventuelle Erben wollen den Altbesitz in ballungsfernen Gebieten eher abstoßen.
Generell sollte die Wirtschaftskrise zwar zu einer Preissenkung bei Immobilien führen, aber die mittel- bis langfristige demographischen Entwicklung führt gleichzeitig zu einer Verstärkung der Nachfrage in den Bereichen, die jetzt schon am oberen Rand des Preisspektrums liegen. Es ist allerdings schwierig, die weitere Entwicklung zu prognostizieren. Zunehmende Zinssenkungen bei Langfristzinsen durch die Politik der europäischen Zentralbank sind noch nicht am Markt vollständig angekommen. Falls sich dies im Laufe des Jahres noch ändert und auch der Optimismus in Bezug auf eine gute Konjunkturentwicklung in 2010 Platz greift, dann sollte man im Laufe des nächsten Jahres von einer Stabilisierung am Immobilienmarkt ausgehen.







