Daten Flatrate mobil: Den richtigen UMTS Anbieter finden

Bis vor kurzen war es noch sehr teuer und umständlich, von unterwegs aufs Internet zugreifen zu können. Entweder man wählte sich mit seinen Handy für hohe Kosten ein und konnte dann doch nicht die Internetfunktionen richtig nützen, denn das Handy-Display ist nun mal ziemlich klein für eine komplexe Wikipedia-Recherche.

Und zum Bloggen ist auch eine Tastatur ganz praktisch. Preiswerter und flexibler sind Internet-Cafés, doch hierbei geht man Risiken bei Datenschutz und Datensicherheit ein.

Sehr flexibel ist man inzwischen mit schlanken Netbooks; das sind Notebooks, die vom Gewicht noch erträglich sind und ausreichende Möglichkeiten durch Tastatur und Display bieten. Ideal ergänzt werden diese durch einen USB-Datenstick mit jederzeitigem Zugriff auf das Internet. Der USB-Stick ist kleiner als ein Feuerzeug und kann prinzipiell an jedem Rechner mit USB-Schnittstelle verwandt werden. Und damit an jedem Rechner, der innerhalb der letzten 10 Jahre angeschafft wurde. Mit diesem Stick kann man auch ins Internet gehen an einem Rechner, wenn dieser keine Netzwerkverbindung hat, denn der USB-Stick sorgt für eine Netzwerkverbindung über das UMTS-Netzwerk der Mobilfunk-Anbieter. Damit kann man dann überall ins Internet gehen, wo man auch ein Handy-Telefonat führen könnte. Und das mit einer Geschwindigkeit, die für E-Mail-Kommunikation und schnelles Internet-Surfing völlig ausreichend ist. Lediglich umfangreiche Video-Nutzung oder große Downloads können schon mal ins Stocken geraten.

Wer diesen Dienst häufiger im Monat nutzen will, der wird sich recht schnell mit dem Angebot "Daten-Flatrate" beschäftigen. Denn manche Anbieter machen dann Angebote für unter 20 Euro pro Monat. Wer das Internet für unterwegs eher seltener braucht, der ist mit einer Daten-Flatrate pro Tag oder für 24 Stunden ganz gut bedient. Hierbei liegt der Kosten-Aufwand ab etwa 2 Euro. Je nach Anbieter kommen aber noch Kosten für die einmalige Anschaffung des USB-Sticks (bis zu 80 Euro) hinzu.

Der kritische Punkt ist die Ausgestaltung der Daten-Flatrate. Denn viele Anbieter gewähren zwar innerhalb der bezahlten Nutzungszeit jederzeitigen Zugriff aufs Internet, drosseln allerdings die Leistung, wenn ein bestimmtes Kontingent an Datentransfer überschritten ist. Dann kann man zwar noch E-Mails lesen und schreiben, aber bereits das normale Surfen wird zum Geduldsspiel.

Daher ist die Festlegung auf ein bestimmtes Angebot nicht einfach. Man muss eine Prognose machen, wie oft man voraussichtlich in den nächsten Monaten in welcher Intensität das "Internet für unterwegs" nutzen will. Am besten rechnet man diese Nutzungstage auf ein Jahr hoch und schlägt dann die Kosten für die Anschaffung des Sticks auf die variablen Kosten der Nutzung drauf. Mit diesem Modell kann man dann die verschiedenen Angebote vergleichen.

Unter den gegenwärtigen Preisangaben ergibt sich dann folgende Tendenz: Wer mehrfach in der Woche ins Internet will, der nimmt am besten eine Monats-Daten-Flatrate. Wer nur mehrfach im Monat ins Internet will, der nimmt am besten eine Tages- oder 24-Stunden Daten-Flatrate. Bei der konkreten Auswahl sollte man Anbieter bevorzugen, die eine kurze Kündigungsfrist oder eine Probezeit bieten.

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