Die degressive Abschreibung nutzen

Durch das Konjunkturpaket der Bundesregierung ist sie nun wieder interessant geworden: die degressive Abschreibung von Wirtschaftsgütern. Noch vor wenigen Jahren war es erklärte Politik, diese Variante der Abschreibung ganz abzuschaffen. Doch stattdessen wurden die Regeln hierfür laufend abgeändert. 2008 war es dann soweit: Neuanschaffungen durften nicht mehr degressiv abgeschrieben werden. Doch seit dem 1.1.2009 ist alles wieder anders.

Doch was ist überhaupt die degressive Abschreibung?

Jeder Wertverfall eines Wirtschaftsguts kann entsprechend diesem Wertverfall als Kosten zur Verminderung der Einkommenssteuer eingesetzt werden. Wer also eine Büroeinrichtung für 5.000 Euro einkauft, kann diese Kosten über die Nutzungszeit abschreiben. Geht man in diesem Beispiel von 10 Jahren Nutzungszeit aus, dann könnte man linear pro Jahr 500 Euro als Kosten geltend machen. Früher konnte man aber auch den Betrag degressiv bis zum dreifachen Satz der linearen Abschreibung geltend machen. In unserem Beispiel wäre der dreifache Satz 30 %. Man könnte also für die Büroeinrichtung im ersten Jahr mit 1500 Euro Wertverlust ansetzen. Im Folgejahr könnte man dann noch 30% vom Restwert, also 1050 Euro geltend machen.

Insgesamt wird zwar der gleiche Betrag abgeschrieben, aber der Effekt der Steuerminderung wird auf die ersten Jahre vorgezogen. Dies wird meist als Vorteil angesehen, da man relativ schnell die Steuerminderung ausnutzen kann.

Für Anschaffungen in 2008 war aber die degressive Abschreibung nicht mehr erlaubt. Nun wird für 2009 und 2010 diese Entscheidung mit dem Ziel der Konjunkturankurbelung vorübergehend zurückgenommen. Wer in diesen zwei Jahren ein Wirtschaftsgut anschafft, kann die degressive Abschreibung für dieses Wirtschaftsgut ansetzen. Die Höhe ist auf das 2,5 fache der linearen Abschreibung bzw. auf 25 % begrenzt.

Man muss also zunächst bestimmen, wie lange man das gekaufte Wirtschaftsgut verwenden kann. Teilt man diese Jahreszahl durch 100, dann ergibt sich der lineare Abschreibungssatz. Diesen darf man dann mit 2,5 multiplizieren. Der neue degressive Abschreibungssatz darf aber nicht über 25 % liegen.

 

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