Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse in der Steuererklärung

Bereits für 2008 und für die Vorjahre gab es Möglichkeiten bei sogenannten haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnissen, die Einkommenssteuer zu reduzieren. Der Hintergrund war die Motivation des Staates, etwas zum Abbau von Schwarzarbeit zu tun. Gesetzliche Grundlage ist § 35a Absatz 2 Einkommenssteuergesetz. Ab 2009 werden diese Angebote zum Steuersparen noch ausgeweitet.

Haushaltsnahe Dienstleistungen sind Tätigkeiten wie Putzarbeiten oder Pflegedienstleistungen, die im Haushalt des Steuerpflichtigen oder der zu betreuenden Person erbracht werden. Klassischer Fall ist die Putzfrau, die einmal pro Woche für ein paar Stunden im Haushalt für Ordnung sorgt. Oder es geht um eine Pflegekraft bei den Eltern, die im Haushalt des Pflegebedürftigen regelmäßig eingesetzt wird.

Für 2008 und die Vorjahre können bis zu 3.000 Euro (bei Pflegetätigkeiten bis zu 6.000 Euro) berücksichtigt werden. Wie bei der Steuerminderung durch Handwerksleistungen werden 20% dieser Kosten (also bis zu 600 bzw. 1.200 Euro) zur Reduktion der Einkommenssteuer fürs laufende Jahr eingesetzt. Man zahlt also genau diesen Betrag weniger ans Finanzamt.

Auch hier gilt es folgende Rahmenbedingungen zu beachten:

  • Die schriftliche Rechnung der Haushaltstätigkeit muss klar die Arbeitsleistung aufzeigen.
  • Nur diese Arbeitsleistungen (einschließlich einer möglicherweise hierauf gezahlten Mehrwertsteuer) können berücksichtigt werden.
  • Die Rechnung darf nicht bar bezahlt, sondern muss mittels Überweisung beglichen werden.

 

Ab 2009 werden durch das Gesetz zur Förderung von Familien und haushaltsnahen Dienstleistungen alle relevanten haushaltsnahen Dienstleistungen zu einer Vorschrift zusammengefasst. Die Förderung wird sehr stark ausgeweitet auf 20 Prozent der Aufwendungen bis zu 20.000 Euro. Man kann also bis zu 4.000 Euro pro Jahr vom Finanzamt zurückholen.

Dies gilt für sozialversicherungspflichtig angestellte Haushaltsbeschäftigte oder entsprechend beauftragte selbständig Tätige. Wird hingegen eine geringfügig beschäftigte Haushaltshilfe eingesetzt, dann sind nur 20 % von höchstens 2.550 Euro also höchstens 510 Euro absetzbar.

 

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