Neues Recht zum Wechsel der privaten Krankenversicherung seit 1.1.2009

Der Wechsel zu einer anderen Versicherung ist für Mitglieder einer privaten Krankenversicherung sehr problematisch, da dann die Gefahr besteht, dass die Altersrückstellungen verloren gehen. Auch der Wechsel in einen anderen Tarif war bei Privatversicherungen bisher nicht unproblematisch.

Nun gilt aber seit 1. Januar für alle Einwohner in Deutschland erstmals eine Versicherungspflicht in einer Krankenkasse. Im Rahmen dieser neuen Verpflichtung hat der Gesetzgeber einige Hürden abgebaut, die den Wechsel innerhalb der privaten Versicherungen blockieren. Durch die neue Versicherungspflicht in einer Krankenversicherung haben Privatversicherte die Möglichkeit, zu einer anderen Versicherung oder in einen anderen Tarif zu wechseln, ohne die bisher erworbenen Altersrückstellungen vollständig zu verlieren.

Man kann also als Verbraucher, der Mitglied in einer privaten Krankenkasse ist, nach einem günstigeren Anbieter suchen und bis zum 30. Juni 2009 die Kündigung einleiten. Man könnte aber auch von einem Vollkostentarif zu einem Basistarif wechseln, der die Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse bietet, aber deutlich kostengünstiger ausfällt. Alle privaten Krankenversicherungen sind mit der Einführung der Versicherungspflicht in einer Krankenkasse verpflichtet worden, einen solchen Basistarif anzubieten. Längerfristig sollte dieser Tarif relativ niedrige Kosten haben, aber auf jeden Fall die Behandlung auf Basis der gesetzlichen Krankenkasse sicherstellen.

Bevor man kündigt, sollte man sich einen Überblick über die sehr unterschiedlichen Angebote der privaten Krankenversicherungen machen. Eine Kündigung mit anschließendem Wechsel sollte dann sinnvoll sein, wenn abschätzbar ist, dass die künftige Beitragsentwicklung der neuen Privatversicherung positiv einschätzbar ist. Hierzu gibt es Informationen über die Stiftung Warentest oder verschiedene Internet-Portale zum Versicherungsvergleich. Man sollte sich auch vergewissern, dass man bei der neuen Gesellschaft keine sonstigen Nachteile hat, z. B. dass diese bestimmte Leistungen, die man dringend benötigt, nicht in ihrem Leistungskatalog hat.

Wenn man dann bis zum 30.6.2009 die Kündigung ausspricht, dann läuft der Vertrag je nach Kündigunsfrist noch über diesen Zeitraum hinaus. Man muss über eine Absprache mit seiner neuen Versicherung dafür sorgen, dass diese direkt im Anschluss beginnt und dass keine doppelten Versicherungszeiten vorliegen.

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