Typische Fragen im Vorstellungsgespräch zu Aktivitäten im Internet

Unter dem Web 2.0 werden die Neuentwicklungen im Internet verstanden, die mit mehr Partizipation der Internet-Nutzer zusammenhängen. Das beinhaltet Plattformen wie Facebook und XING, auf der die Nutzer ihre Profilinformationen zusammenstellen; das beinhaltet aber auch die ganze Sphäre der Blogger, wo eifrig und heftig berichtet und kommentiert wird.

Solche Spuren im Internet können gezielt verwendet werden, um seine Online-Reputation aufzubauen. Viele tun das aber bisher noch nicht, sondern verhalten sich eher spontan und beachten dabei zu wenig, dass diese spontanen Verhaltensweisen als dauerhafte Spuren auch später jederzeit relevant werden können.

Zum Beispiel in einen Vorstellungsgespräch. Denn Personaler nutzen auch verstärkt das Internet und fragen vor dem Vorstellungsgespräch Suchmaschinen wie Google oder Personensuchmaschinen wie Yasni ab, um die Online-Reputation des Bewerbers zu checken. Man kann sich natürlich darauf vorbereiten, indem man selbst nach dem eigenen Namen googlet und diese Ergebnisse notiert und sich dann auf mögliche Fragen hierzu, eine Argumentation vorbereitet.

Jochen Mai beschäftigt sich schon länger auf karrierebibel.de mit diesen Fragen und hat jetzt einen umfangreichen Katalog ins Netz gestellt. (http://karrierebibel.de/fragenkatalog-%E2%80%93-100-typische-fragen-im-vorstellungsgesprach/).

So könnte man sich etwa vorstellen, dass der Personaler aus den Twitter-Meldungen Fragen zur Motivation des Bewerbers ableitet. Wer auf Twitter häufiger Frust und Unlust absondert, muss damit rechnen, dass dies ihm im Einstellungsgespräch vorgehalten wird, wenn er denn überhaupt eingeladen wird.

Auch Business-Plattformen wie XING sind gut dazu geeignet, die behaupteten Kompetenzen eines Bewerbers mit seinen tatsächlichen zu vergleichen: "Sie schreiben in Ihrer Bewerbung, dass Sie gute Kontakte in Ihrer Branche besitzen. In Xing sind Sie aber mit den einschlägigen Leuten und auch mit vielen Ihrer Kollegen gar nicht vernetzt. Wie erklären Sie sich das?" (Quelle: siehe oben)

Zum Glück kann man seine Kontakte bei XING aber schützen. Und wenn man dies unterlässt, dann sollte man sich klarmachen, dass "schlechte" Kontakte auch die eigene Online-Reputation beschädigen können.

Relevant für die Reputation im Vorstellungsgespräch ist natürlich auch die Weiterbildung und Weiterbildungsmotivation. Auch hierauf sollte man vorbereitet sein und ein klares Qualifikationsprofil der Vergangenheit mit konkreten Zielvorstellungen für die Zukunft (möglich schriftlich) vorliegen haben. Dies ist dann eine gute Basis, um von den möglicherweise unangenehmen Fragen zu Aktivitäten im Web 2.0 auf besser beherrschbare Themen überzuwechseln.

 

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