Unterschiede zwischen Mieterverein und Rechtsschutzversicherung

Zwischen Mieter und Vermieter kann es wegen der unterschiedlichsten Fragen mal zu einem Streit kommen. Zwar zeigt sich immer wieder, das hier eine juristische Auseinandersetzung für beide Seiten nicht zum Vorteil ist, doch für den Mieter macht es Sinn, sich wenigsten grundlegend mit den Streitmöglichkeiten zu beschäftigen, damit er im Fall der Fälle gut gerüstet ist.

Grundsätzlich kann der Mieter zur Absicherung seiner Rechtsposition eine Rechtschutzversicherung abschließen oder Mitglied in einem Mieterverein werden. Während die Rechtschutzversicherung weit mehr Teilgebiete abdeckt als den Schutz im Falle eine Mietstreits, sind die Mietervereine preiswerter und Spezialisten auf allen Gebieten die mit Mietverträgen, Nebenkostenabrechnung und Renovierungsfragen zusammenhängen. Der örtliche Mietverein kennt sich auch gut in den lokalen Regelungen und Belangen aus und kann dem Mieter auch darauf hinweisen, welche typischen Vergleichsmieten für seine Wohnung üblicherweise genommen werden.

Unterschiedlich sind auch die Wartezeiten, bevor eine wirksame (kostenlose) Beratung möglich ist. Bei Rechtschutzversicherungen beträgt diese meist drei Monate (und gilt auch nicht für Fälle, die bereits vorher bekannt waren), während der Mieterverein meist sofort zumindest seine Beratungs- und Unterstützungsfunktion ausübt. Kommt es dann doch zum Rechtsstreit, dann wird der Mieterverein allerdings nur dann einen Rechtsanwalt hinzuziehen, wenn eine gewisse Mitgliedszeit gegeben ist.

Doch die Mietervereine sind so aufgestellt, dass sie möglichst ohne Gerichtsentscheide zu einer gütlichen Einigung zwischen Mieter und Vermieter hinarbeiten. Im Vorfeld einer gerichtlichen Auseinandersetzung wirken sie auf beide Seiten ein, um einen Rechtstreit zu vermeiden, der nur mit zusätzlichen zeitlichen Belastungen und Kosten verbunden ist. Nach Aussagen von Vertretern der Mietervereine lösen diese weit über 95 % der Fälle ohne juristische Schritte. Sie treffen sich damit in etwa auf dem Level wie die Vermieter-Vereine (Haus und Grund), die genauso wie die Mietervereine wissen, dass man über eine außergerichtliche Einigung für beide Seiten meist bessere Ergebnisse bekommt.

 

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 0.0 / Prozent: 0% , Stimmen:

Artikelinformationen