Ausbildungsplätze anbieten: Betriebe nutzen staatliche Förderungsmaßnahmen

Die Bundesagenturen für Arbeit und die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende haben ein breites Förderinstrumentarium, um arbeitslose Jugendliche zu einer Berufsausbildung zu führen. Da es für viele Arbeitgeber schwierig ist, solche Jugendlichen für eine Berufsausbildung einzustellen, wird ihre Bereitschaft durch gezielte finanzielle Fördermaßnahmen unterstützt.

Beim "Ausbildungsbonus" erhalten Arbeitgeber, die für Ausbildungssuchende aus älteren Schulentlassjahren zusätzliche Ausbildungsplätze in ihrem Betrieb einrichten, einem einmaligen Bonus in Höhe von 4.000 bis 6.000 Euro je zusätzlichem Ausbildungsplatz. Ein Jugendlicher dessen Schulentlassung mehr als ein Jahr zurückliegt, könnte mit diesem Argument einen Arbeitgeber motivieren, ihn einzustellen.

Mit diesem Ausbildungsbonus können auch Arbeitgeber unterstützt werden, die Auszubildende einstellen, die ihre Berufsausbildung nach Schließung ihres alten Ausbildungsbetriebes verloren haben. Angesichts der Wirtschaftskrise tritt dieser Umstand leider immer häufiger aus. Auch hier ist der Ausbildungsbonus ein gutes Argument für den arbeitslos werdenden Auszubildenden, einen neuen Arbeitgeber zu finden.

Auch während einer Ausbildung können die Arbeitgeber "ausbildungsbegleitende Hilfen" nutzen, wenn der Ausbildungserfolg ihrer Lehrlinge gefährdet ist. Unterstützt werden Bildungs-Maßnahmen, die über die üblichen Inhalte hinausgehen: Abbau von Bildungsdefiziten, Sprachförderung und sozialpädagogische Betreuung zur Sicherung des Ausbildungserfolgs. Arbeitgeber sollten nicht warten, wenn sie erkennen, dass infolge von Mängeln in der Basisqualifikation ihrer Lehrlinge der Abschluss gefährdet ist. Sie wenden sich an die Bundesagentur und bitten um Hinweise und Unterstützung, um den Ausbildungserfolg zu sichern.

 

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