Die Ausbildung zum Fotografen ist handwerklich und künstlerische ausgerichtet

Dass die Fotografie eine Kunst ist, vor allem jedoch die Beherrschung soliden Handwerks bedeutet, spiegelt sich unter anderem in der Ausbildung zum Fotografen wider. Als anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO) ist die auf 3 Jahre angesetzte Ausbildung bundesweit- und einheitlich geregelt und schließt neben dem praktischen Teil auch den Besuch einer Berufsfachschule ein.

Was die Erwartungen an den zu erbringenden Schulabschluss angeht, setzen verschiedene Betriebe unterschiedliche Bedingungen voraus. Manche erwarten die allgemeine Hochschulreife bzw. eine Fachhochschulreife, anderen wiederum genügt ein mittlerer Schulabschluss. In jedem Fall werden gute Noten in den (Haupt)Fächern Deutsch, Mathematik, Chemie und Physik ebenso verlangt, wie auch ein ausgeprägtes technisches Verständnis und natürlich eine große Portion Kreativität vorhanden sein müssen. Schließlich bedeutet die Fotografie neben den handwerklichen Grundkenntnissen auch viel künstlerische Freiheit einbringen zu können bzw. mitunter auch zu müssen.

In der dreijährigen Lehrzeit werden praktische und theoretische Inhalte in Bezug auf die Gestaltung und Anfertigung von Aufnahmen (Porträt/Landschaft/Industriefotografie, etc.) ebenso vermittelt, wie auch fototechnische Laborarbeiten und natürlich auch die digitale Bearbeitung von Bildern bzw. der Umgang mit verschiedenen Kameras gelehrt und erprobt wird. Schließlich sind auch kommunikative und verkäuferische Fertigkeiten gefragt, da nicht wenige Fotografen im Fachhandel arbeiten und dort Kunden entsprechend beraten müssen.

Die Ausbildungsvergütung liegt je nach Bundesland zwischen ca. 150 Euro (1.Ausbildungsjahr) und 300 Euro (3.Ausbildungsjahr) pro Monat. Außerdem bedeutet die Ausbildung zum Fotografen/zur Fotografin vor allem auch die Bereitschaft an Wochenenden (Einzelhandel/Fachhandel bzw. bei einem freien Fotografen als Ausbildungsbetrieb) zu arbeiten.

Nach erfolgreichem Abschluss der Lehre steht es ausgebildeten Fotografinnen/Fotografen offen, sich ähnlich anderer anerkannter Handwerksberufe als und Gesellin/Geselle selbstständig zu machen und in vielen verschiedenen Bereichen (Presse/Web-Dessin, Werbeagenturen, digitale Bildbearbeitung für Webseiten) tätig zu werden.

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