Die duale Ausbildung ist ein erfolgreiches Konzept zur Berufsausbildung 

Duale Ausbildung bedeutet, dass neben der Schule der Betrieb der wichtigste Bereich der Berufsausbildung darstellt. Die duale Ausbildung ist ein für Deutschland typisches Konzept zur Integration von Berufsausbildung mit schulischem Ergänzungsunterricht. Eine duale Ausbildung für einen anerkannten Beruf setzt meist einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss voraus.

Dies bedeutet, das vor Beginn der dualen Ausbildung die Teilnehmer 15 Jahre oder älter sind. Für Schüler ohne Hauptschulabschluss werden aber auch duale Ausbildungsgänge angeboten, die betriebliche Praktika mit Schulunterricht verbinden.
Mit der dualen Ausbildung entscheiden sich die zukünftigen Lehrlinge oder Auszubildende für einen anerkannten Beruf, der von der Industrie- oder Handwerks-Kammer in seinen Inhalten gesteuert wird. Zu jeder Berufsausbildung gehört zunächst die konkrete Unterweisung in einem Ausbildungsbetrieb vor Ort, der für die duale Ausbildung sich einem Zertifizierungsverfahren unterworfen hat. So können Betriebe im Handwerksbereich eine duale Ausbildung umsetzen, wenn sie einen Meister mit Ausbilder-Eignungsprüfung beschäftigen. Dieser steuert dann die duale Ausbildung seiner Lehrlinge, indem er dafür sorgt, dass diese im Laufe der Ausbildung die verschiedenen Stufen in ihrem Handwerksbetrieb umfassend kennenlernen. Ähnliche Überlegungen gelten für die duale Ausbildung im kaufmännischen Bereich. Hier sollte der Ausbilder mit der Ausbildereignungsprüfung dafür sorgen, dass die kaufmännischen Lehrlinge in alle kaufmännischen Bereiche des Ausbildungsbetriebs hineinschnuppern können. Eine duale Ausbildung dauert etwa drei Jahre.
Viele Inhalte einer dualen Ausbildung können aber nicht unbedingt im Betrieb angeboten werden. Deshalb ist es ein zentraler Bestandteil des Konzepts der dualen Ausbildung, dass die Lehrlinge ein bis zwei Tage in der Woche eine Berufsschule besuchen. Hier bekommen sie dann neben vertieften Fachkenntnissen (z. B. Buchführung oder BWL) auch allgemeinbildende Ausbildungsangebote wie Deutsch oder Fremdsprachen. Für bestimmte Ausbildungsberufe ist es aber angezeigt, dass dieser Teil der dualen Ausbildung geblockt und an zentralen Stellen angeboten wird.
Der Erfolg der dualen Ausbildung zeigt sich in der Abschlussprüfung zum Kaufmann oder zum Gesellen. Angebote, die daraus hinauslaufen, dass ergänzend zur dualen Ausbildung noch Abschlüsse für schulische Weiterbildung möglich sind, sind in Deutschland bisher noch nicht so stark entwickelt, obwohl viele Praktiker diese Ergänzung der dualen Ausbildung einfordern.

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