Eine zweite Ausbildung absolvieren 

Immer mehr Menschen machen nach der ersten abgeschlossenen Ausbildung eine zweite Ausbildung. Die Gründe dafür können zum Beispiel Unzufriedenheit in dem Job, andere Interessen, falsche Berufswahl oder Arbeitslosigkeit sein.

Eine zweite Ausbildung kann unter bestimmten Voraussetzungen verkürzt werden. Bis zu 12 Monaten, wenn der entsprechende Antrag von dem Auszubildenden und dem Ausbilder gestellt wird. Geregelt ist die in § 8 des Berufsbildungsgesetzes. Das Gehalt bleibt aber gleich und entspricht dann weiterhin dem von dem 1. Lehrjahr bzw. von dem 2.

Für eine zweite Ausbildung gibt es keinen Anspruch mehr auf Berufsausbildungshilfe (BAB). Diese gilt nur für die erste Ausbildung. Eine Möglichkeit für den Auszubildenden Unterstützung zu bekommen ist Wohngeld zu beantragen. Es gibt auch zusätzlich die Möglichkeit einen Bildungskredit aufzunehmen, der dann aber natürlich nach Beenden der Ausbildung zurückgezahlt werden muss. Der Kreditantrag wird an das Bundesverwaltungsamt gerichtet.
Der Anspruch auf Kindergeld bleibt weiterhin, solange das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet ist. Nach dem 25. Lebensjahr gibt es nur Anspruch auf Kindergeld, wenn Wehr- oder Zivildienst während der Ausbildung geleistet wurde.

Während der ersten Ausbildung sind die Eltern zu dem Unterhalt ihrer Kinder verpflichtet. Dies gilt allerdings nicht für eine weitere Ausbildung. Sollte dies aber eine Weiterbildung sein, wird also auf der ersten Ausbildung aufgebaut, so gehört dies immer noch zur ersten Ausbildung und die Eltern sind weiterhin zum Zahlen von Unterhalt verpflichtet.

Eine zweite Ausbildung kann neue Karrierechancen eröffnen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen. Je mehr Bildung desto mehr Chancen.

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