Die Ausbildung zum Privatdetektiv

Im Auftrag von Privatleuten oder Unternehmen beschaffen und sichern Detektive/Detektivinnen Beweismaterial. Das Auftragsfeld ist breit gefächert und reicht vom klassischem Beweis für eheliche Untreue bis hin zur Computerkriminalität oder Versicherungsbetrug. Ermittelt werden kann auch im öffentlichen Auftrag, beispielsweise im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen. Desweiteren werden Detektive/Detektivinnen bei der Bekämpfung von Kriminalität eingesetzt. 

Für die Ausbildung zum Detektiv werden in der Regel in Vollzeit ca. 2 Monate und in Teilzeit etwa 6 - 12 Monate benötigt. Diese werden durch die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe(ZAD), durch die TÜV-Akademie und durch private Ausbildunginstitutionen angeboten und durchgeführt. Eine bestimmte, schulische Voraussetzung wird nicht gefordert, da die Ausbildung nicht rechtlich geregelt ist. Allerdings wäre eine bestimmte berufliche Vorbildung vorteilhaft wie etwa eine abgeschlossene Ausbildung als Steuerfachangestellter/te, Verwaltungsfachangestellter oder Absolventen/innen der Polizei. Eine Vergütung während der Ausbildung erfolgt nicht und die Kosten der Ausbildung variieren ebenfalls innerhalb der Ausbildungstätten. Das in der Theorie erworbene Wissen wird dann in die Praxis umgesetzt. Das Spektrum der theoretischen Ausbildung ist breit gefächert und reicht von Ermittlungsarten, Zugangsquellen der Informationsbeschaffung, Spurenarten, Spurensicherung über Zeugenvernehmung, Hilfsmittel der Observation, Rechtsbegriffen, Taktik bis hin zu den Aufgaben der Polizei und den Funktionen des Inkassowesens. Das Einsatzgebiet als Detektiv/in bietet viele Möglichkeiten. So kann man als Kaufhausdetektiv/in oder im Objektschutz genausoviel Abwechslung erfahren, wie in Detekteien oder Ermittlerbüros.


Eine weitere Alternative nach dem erfolgreichem Abschluss zum/r Detektiv/in ist die Tätigkeit in einer Wirtschaftsdetektei. Wirtschaftsdetektive/innen holen für Institutionen und Firmen aus Wirtschaft, Handel und Industrie Informationen aller Art ein, die zur Aufdeckung wirtschaftskriminellen Verhaltens beitragen sollen. Hierbei handelt es sich beispielsweise um Beweismaterial aus den Bereichen der Produktpiraterie, Wirtschaftsspionage, Patentverletzung oder Sabotage. Nicht zu vergessen die Beobachtung verdächtiger Personen, die Befragung von Zeugen oder das Recherchieren in Archiven. Oft dienen ihre Tätigkeiten auch bei Gericht als Beweismittel. Zu ihren Arbeitsmitteln gehören u.a. Kameras, Computer, Funkgeräte oder unter Umständen auch technische Spezialausrüstungen wie Richtmikrofone, Nachtsichtgeräte und Sprachverschleierungsgeräte. Viel Zeit verbringen sie allerdings auch mit eventuell weniger interessanten Aufgaben. Dazu zählt ganz sicher die Büroarbeit mit Tätigkeiten wie Schreibarbeit, Telefonaten, Schrift- und Bildmaterialsichtung und Auswertung sowie der Verfassung von Zwischen-und Abschlussberichten. Recherchen und Termine mit Auftraggebern erfordern häufig Sonn- und Feiertagsarbeit, Zusatzstunden und Schichtdienste. Gearbeitet wird meistens in Detekteien jeder Göße, oft als Inhaber, aber auch in Leitungs- und Führungspositionen.
Eine Detektei finden Sie unter anderem in Essen, Dresden, Stuttgart, Düsseldorf, Nürnberg, Köln, Hamburg, Dortmund oder Bielefeld.

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