Begabten-Förderung und Aufstiegs-Stipendium für Erwerbstätige 

Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung hat ein Programm zur Begabtenförderung aufgelegt, womit Gelder bereitgestellt werden, damit bei Personen mit Gesellenbrief oder gleichwertigen Abschluss ihre Qualifizierung und Weiterbildung gefördert werden kann.

Unterstützung finden Maßnahmen, die dem weiteren Erwerb beruflicher Qualifikationen dienen. Hierzu gehören auch Prüfungsvorbereitungen einer Aufstiegsfortbildung sowie Qualifikationen, die der Entwicklung der persönlichen und sozialen Kompetenzen des Erwerbstätigen dienen. Die Vorbereitung auf eine Meisterprüfung (oder einem gleichwertigen Abschluss) kann auch gefördert werden.

Studien an Fachhochschulen und Universitäten gehören nicht zum Förderungsbereich. Dafür gibt es die unten beschriebene Möglichkeit des Aufstiegsstipendiums. Auch muss ein Antrag auf Begabtenförderung bereits vor Beginn der jeweiligen Qualifikation gestellt werden, denn Anträge während einer laufenden Qualifikationsmaßnahme werden aus formalen Gründen abgelehnt.

Die Antragsteller sollen noch keine 26 Jahre alt sein und müssen in ihrer Ausbildungsabschlussprüfung (z. B. im Gesellenbrief) eine bessere Note als "gut" haben. Die Prüfungsnote wird im Zertifikat als Durchschnitts-Dezimalzahl angegeben. Diese muss also bei 1,9 oder besser liegen. Alternativ kann auch ein Erfolg bei einem Leistungswettwerb oder ein Vorschlag von einer Berufsschule oder vom Ausbildungsbetrieb für die Antragsstellungen genommen werden.

Weitere Details zum Antragsverfahren und zu Förderungsmöglichkeiten erhält man über das Internet unter der Adresse http://www.begabtenfoerderung.de.

Die Fördersumme beträgt im Regelfall 1700 Euro pro Jahr, kann aber in Ausnahmefällen etwas überschritten werden. Die maximale Fördersumme pro Antragssteller ist auf drei Förderjahre mit einer Summe von 5100 Euro beschränkt.

Finanziell deutlich bessere Leistungen können über ein Aufstiegsstipendium erzielt werden. Hier sollen gezielt besonders motivierte Berufstätige gefördert werden, die ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität anstreben. Bezüglich der Leistungen des erfolgreichen Berufsabschlusses gelten die gleichen Voraussetzungen wie bei der Begabtenförderung. (Quelle für diese und weitere Angaben: http://www.bmbf.de/de/12742.php)

Voraussetzung zur Förderung ist der erfolgreiche Durchlauf einer dreistufigen Prüfungsphase, die auch Leistungsprüfungen und Auswahlgespräche beinhaltet.

Gefördert werden berufsbegleitende und Vollzeit-Studiengänge für ein Erststudium. Vollzeit-Studierende erhalten ein Stipendium von monatlich 650 Euro und zusätzlich 80 Euro als Büchergeld. Falls Kinder zu betreuen sind, werden diese Beträge noch mal aufgestockt. Studierende, die ihr Studium berufsbegleitend umsetzen, können pro Jahr 1.700 Euro für Maßnahme-Kosten erhalten.

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