Berufstätig und Arbeiten mit Kind

Berufstätig mit einem Kind zu sein, stellt Mütter und Väter vor zahlreiche Herausforderungen. Schließlich verlangt diese Situation große Flexibilität - sowohl seitens der Berufstätigen, wie auch der Arbeitgeber.

Dabei spielen viele Faktoren eine wichtige Rolle. Neben den Arbeits- sind es vor allem auch die Öffnungszeiten der Kitas, Kindergärten, Krabbelgruppen und Kinderläden, welche maßgeblich sind bezüglich der Entscheidung für oder gegen einen Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber. So haben unterschiedliche Kinderbetreuungseinrichtungen auch verschiedene Zeiten und Stundenkontingente, die sie Eltern anbieten können. Natürlich können Eltern, die berufstätig sind, bevorzugt behandelt werden, wenn es um die Vergabe neuer Plätze oder die Erweiterung des zeitlichen Betreuungskontingentes geht. Doch auch Kindergärten und Co. sind auf Wirtschaftlichkeit angewiesen und müssen ihre Mittel und Personal entsprechend planen und einsetzen. Insofern sind ad-hoc-Entscheidungen eher die Ausnahme. Entsprechend schwierig kann es demnach werden, wenn Arbeitgeber auf hoher Flexibilität bezüglich Mehrarbeit bestehen. In erster Linie muss nämlich die Betreuung des Kindes gewährleistet sein, bevor eine Zusage für Mehrarbeit getroffen werden kann. Nehmen Arbeitgeber darauf keine Rücksicht, sind Konflikte vorprogrammiert. Genauso verhält es sich letztendlich auch mit engen zeitlichen Vorgaben, wenn also das Kind pünktlich abgeholt und das Verlassen des Arbeitsplatzentes sprechend schnell eingeleitet werden muss. Ähnliches lässt sich zu der Ferienplanung- und Abstimmung mit Kollegen und Kolleginnen sagen. So schließen Kindergärten, Schulen und Horte in der Regel in einer bestimmten Periode der Sommer- und Winterferien, wie oft auch an Brückentagen keine Betreuung möglich ist. Da andererseits nicht alle Mitarbeiter gleichzeitig in den Urlaub fahren können, müssen frühzeitig Ansprachen getroffen und Kompromisse eingegangen werden. Dasselbe gilt im Prinzip auch bei Erkrankung des Kindes. Hier muss der Arbeitgeber zwar akzeptieren, dass Angestellte aus diesem Grund der Arbeit fernbleiben, doch oftmals stoßen berufstätige Mütter und Väter auf wenig Verständnis.
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