Bestehen Sie auf Praktikumsbescheinigung oder Praktikumszeugnis

Absolviert man ein Praktikum, ist es ähnlich einer regulären sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung wichtig auf ein entsprechendes Zeugnis- also eine Praktikumsbescheinigung - zu bestehen. Schließlich bescheinigt diese Beurteilung nicht nur die jeweiligen Leistungen, sondern führt diese auch detailliert auf. Dies ist für künftige Arbeitgeber bzw. für den Lebenslauf eine wertvolle Information und Ergänzung.

Neben den einzelnen Tätigkeitsbereichen sollte eine Praktikumsbescheinigung auch den Zeitraum des Praktikums und auch Hinweise auf die allgemeine Arbeitshaltung des Praktikanten enthalten. Nicht enthalten sollte es Beurteilungen, welche sich für den Praktikanten bei späteren Bewerbungen als nachteilig erweisen könnten.

Eine fundierte und individualisierte Praktikumsbeurteilung ist anders als Arbeitszeugnisse nicht unbedingter Bestandteil der gängigen Praxis. Einige Unternehmen erstellen immer noch Standard-Beurteilungen, die wenig über die persönlichen Leistungen, Fähigkeiten und auch Förderbedürfnisse des Praktikanten enthalten. Da diese standardisierten Zeugnisse jedoch wenig über die eigentliche Person aussagen, sind sie meist gar ein 'Stolperstein' für künftige Bewerbungen und Vorstellungsgespräche.

Insofern sollte jeder Praktikant auf eine ausführliche Praktikumsbescheinigung bestehen, sich gegebenenfalls selber Stichworte und Notizen machen, um eben auch bestimmte Formulierungen für das Zeugnis vorschlagen zu können bzw. in der Lage zu sein zu beurteilen, ob nicht die ein oder andere Tätigkeit vergessen wurde. Außerdem kann auch - je nach Dauer des Praktikums - auf kurze (interne) Zwischenzeugnisse oder mündliche Bewertungen seitens des Betreuers bestanden werden.

Je detaillierter und auch ehrlicher eine Praktikumsbescheinigung ausfällt, je besser und authentischer ist das Bild, welches sich künftige Arbeitgeber von dem Praktikanten machen können, ebenso wie es auch dem Praktikanten selbst hilft, seine Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und abzusehen, auf welche Bereiche er noch tiefer eingehen muss.

Eine bloße Nennung des Zeitraums und ungenügende Beschreibungen der Einsatzgebiete und Aufgaben kann mitunter einer Art 'Teilgenommen-Bestätigung' gleichkommen, die ein eher negatives Licht auf den Praktikanten wirft, da vermutet werden kann, dass die Leistungen nicht aufgezählt wurden, weil sie entsprechend ungenügend waren.

 

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