Bildungsgutscheine sind beim Arbeitsamt zu beantragen

Um Arbeitssuchenden die Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt zu erleichtern oder auch um drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, stellt die Bundesagentur für Arbeit Interessenten so genannte Bildungsgutscheine aus, welche die Teilnahme an einer Weiterbildungsförderung ermöglichen, deren Kosten dann die Agentur trägt.

Dass Bildung Arbeitsplätze sichert und schafft, bezweifelt niemand. Um konkrete Maßnahmen ergreifen zu können, fördert die Bundesagentur für Arbeit entsprechende Bemühungen von Arbeitssuchenden, indem sie Bildungsgutscheine ausstellt. Diese berechtigen den Inhaber zur Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme, welche die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt unterstützt oder auch helfen soll drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden.

Der Bildungsgutschein muss folgende Informationen umfassen: das Bildungsziel, die Dauer der Maßnahme, den regionalen Geltungsbereich und schließlich auch die Gültigkeitsdauer von maximal drei Monaten.
Damit kann sich der Interessent dann bei einem zugelassenen Träger (siehe Trägerzertifizierung nach (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung) seiner Wahl einen seinen Bildungszielen entsprechenden Kurs aussuchen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass auch Maßnahme selbst für die Weiterbildungsförderung zugelassen sein muss.

Wer in den Genuss eines Bildungsgutscheins kommt, hängt stark von der individuellen Situation des/der Arbeitssuchenden ab. Ist der Arbeitsberater beispielsweise der Meinung, dass andere arbeitsmarktpolitische Instrumente ebenso erfolgversprechend sind oder aber, dass die Arbeitslosigkeit auch ohne Weiterbildung beendet werden kann, wird in der Regel kein Bildungsgutschein ausgestellt. Weiterhin sind auch die Kosten für den jeweiligen Kurs ein Faktor, der in die Überlegungen mit einspielt.
In jedem Fall wird vorausgesetzt, dass Antragsteller entweder eine Berufsausbildung abgeschlossen haben oder einer beruflichen Tätigkeit über drei Jahre hinweg nachgegangen sind. Schließlich muss vor Antritt der Weiterbildung auch eine individuelle Beratung durch die Agentur für Arbeit erfolgt sein.

Der erfolgreiche Besuch/Abschluss entsprechender Maßnahmen wird durch ein Zertifikat seitens des Bildungsträgers bestätigt und muss der Agentur für Arbeit vorgelegt werden.

 

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