Bildungswerke werden von der Wirtschaft unterstützt

Bildungswerke sind Organisationen, die in Zusammenarbeit mit und Unterstützung durch Unternehmensverbände, Gewerkschaften, Behörden, der Kirche und Wohlfahrtsverbänden die Qualifizierung von Arbeitnehmern bzw. Arbeitssuchenden vornehmen.

Immer mehr Arbeitnehmer/innen setzten auf berufliche und fachliche Fort- und Weiterbildung. Dabei werden sie im Idealfall von ihren Arbeitgebern ermutigt und unterstützt. Das Angebot an Lehrgängen, Seminaren, Fernstudiengängen und Workshops ist hierbei fast ebenso groß und breit angelegt wie die entsprechenden Bildungswerke als Organisatoren und Ausrichter der entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen.

Eine grobe und nicht unbedingt allgemein gültige Unterscheidung kann zwischen arbeitnehmer- und arbeitgebernahen Bildungswerken einerseits und freien, gemeinnütziger Bildungsträgern andererseits gemacht werden. Dabei geht es weniger um dei Bevorzugung spezifischer Interessen, als vielmehr um die Setzung entsprechender Schwerpunkte, was die Curricula, Bildungsangebote- und Inhalte, wie aber auch die Auswahl der Dozentinnen und Dozenten angeht. Die Nähe zu Unternehmen kann mitunter förderlich sein, wenn es praxisnahe Er- und Vermittlung von Sachverhalten geht. Andererseits ist es ebenso wichtig, die Bedürfnisse der Angestellten zu thematisieren und in Weiterbildungen einzubinden.

Bildungswerke können sich zu bestimmten Standards an Qualität der Lehre und Transparenz verpflichten (DIN EN ISO 9001 / Qualitätsmanagement) und sich intern oder extern zertifizieren (lassen).
Strebt ein Bildungswerk jedoch an, von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Maßnahmen anzubieten, muss sie über die bundesweit gültige Trägerzertifizierung nach AZWV (Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung) verfügen. Dieser 'Titel' ist mit regelmäßigen Gebühren verbunden, wie auch die Akkreditierung mitunter langwierig und kostenintensiv sein kann. Insofern muss sich jedes Bildungswerk - natürlich auch abhängig von der Tatsache, ob es gemeinnützig arbeitet oder ein Profit-Center sein möchte - überlegen, welche Maßnahmen es anbietet und an wen sich das Angebot jeweils richten soll. Die Konkurrenz um Selbstzahler wie auch geförderte Teilnehmer ist in jedem Fall groß.

 

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