Boom beim E-Learning in Deutschland nach Studie des Anbieters Tiport

Der konjunkturelle Abschwung könnte im Markt des Online-Lernens und E-Learning in den nächsten Jahren zu einem Boom führen. Dies meint zumindest der Trainingsanbieter "tiport GmbH". (Quelle: http://www.computerwoche.de/job_karriere/personal_management/1896008/ ), der hierzu eine umfangreiche Studie vorgestellt hat.

Die Studie geht davon aus, dass zurzeit etwa 3 Millionen Menschen in Deutschland Online-Kurse oder E-Learning Möglichkeiten nutzen, dass diese Zahl aber schon recht bald auf bis 5 Millionen Menschen ansteigen könnte. Dies wird nicht nur auf die abfallende Konjunktur und den damit gewachsenen Bedarf an Weiterbildung zurückgeführt, sondern auch auf die steigende Verfügbarkeit von DSL und fallende Kosten für die Kurse des Online-Lernens. Dies führe auch bei den Endabnehmern zu einer höheren Bereitschaft, Kurse zu buchen, denn die technischen Möglichkeiten für E-Learning über das Internet sind heute besser auch noch vor ein paar Jahren.

Tiport-Chef Helmut Blank nennt für diesen antizyklischen Anstieg bei der Nachfrage nach Online-Lernmöglichkeiten weitere Gründe: Die Arbeitgeber hätten infolge Kostendrucks teure Präsenztraining-Maßnahmen gestrichen und nutzten verstärkt Online-Trainings, die auch mehr Flexibilität für Lernprozesse bieten. Zudem sei auch angesichts der Krise bei den Mitarbeitern die Akzeptanz für Weiterqualifizierung innerhalb und außerhalb der regulären Arbeitszeit gestiegen. Mitarbeiter sehen immer mehr die Vorteile durch E-Learning für die Entwicklung ihrer berufliche Laufbahn.

Zudem hätten seine Kollegen in der Online-Weiterbildungsbranche erkannt, dass sie mit ihren Angeboten und Preisen stärker auf die Kunden zugehen müssten. Die Kernzielgruppe fürs Online-Lernen wird in der tiport-Studie der Arbeitnehmer zwischen 40 und 50 Jahren bestimmt. In diesem Alterssegment liegt ca. ein Fünftel der deutschen Bevölkerung. Im deutschen Gesamtmarkt für Weiterbildungs-Maßnahmen könnten 100 Milliarden Euro pro Jahr an Umsatz erreicht werden. Etwa ein Zehntel falle dabei auf die Innovationsthemen im Bereich von Computer und Software.

 

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