Change Management   

Change Management ist ein strukturierter Ansatz, um den Übergangsprozess von Einzelpersonen, Teams und ganzen Organisationen als zielgerichteten Prozess gestalten zu können. Meist wird Change Management bzw. Veränderungsmanagement auf Unternehmen bezogen, doch der betriebswirtschaftliche Begriff Change Management ist nicht darauf begrenzt.

Change Management gibt es auch als Spezialbegriff im Bereich der Software- und System-Entwicklung. Hier geht es aber nur darum, für eine bessere Umsetzung von geschäftlichen Anforderungen in die Software- und Systementwicklung zu sorgen. Unter Minimierung von Risiken sollen mittels Change Managements die Infrastruktur der Informationstechnik effizient verbessert werden. Versteht man aber Change Management bezogen auf die ganze Organisation, dann sind die möglichen Ziele und Erfolgskriterien beim Change Management wesentlich weiter bestimmt.

Wichtigste Bedingung für eine erfolgreiches Change Management ist die Einsicht, dass Organisationen und Teilbereiche von Organisationen stets aus Menschen zusammengesetzt sind, die in ihrem Verhalten und in ihrer Motivation überzeugt werden müssen, damit die geplanten, gewünschten und anzustrebenden Veränderungsziele der Organisation erfolgreich sind. Solche Veränderungen können auf unterschiedlichen Ebenen beim Change Management ansetzen:
• Strategische Veränderungen in den Zielen und Aufgaben der Organisation
• Technologische Veränderungen als Anpassung auf globale technologische Entwicklungen
• Strukturelle Veränderungen im Angebotsbereich der Organisationen, weil Markterfordernisse sich verändert haben
• Änderungen bei den Einstellungen und Verhaltensweisen von Mitarbeitern im Unternehmen, um die Effizienz menschlicher Arbeit zu verbessern.

Bei der letzten Anforderungsebene von Change Management wird es immer wichtiger, die Potentiale der Mitarbeiter genauer im Sinne des Unternehmenserfolgs zu bestimmen.

Bei der Umsetzung vom Change Management wird üblicherweise in Phasen vorgegangen. Gern wird beim Change Management das 3-Phasenmodell von Kurt Lewin angewandt: "Unfreezing" oder Auftauen soll zunächst dafür sorgen, dass die herkömmlichen Arbeits- und Handlungsweisen in Frage gestellt werden. "Changeing" oder Bewegen setzt dann Veränderungen schrittweise um, die im Konsensbereich der Organisation möglich sind. Erfolgreiche Prozesse und Abläufe werden dann im dritten Schritt einen "Refreezing" oder Einfrierprozess unterworfen.

In der Praxis des Change Managements wird häufig auch ein vierstufiger Change-Prozess praktiziert, der eher an IT-orientiere Veränderungsprozesse angelehnt ist:
1. Zunächst bestimmt die Organisationsleitung den Bedarf für den Veränderungsbedarfs im Kommunikationsprozess mit den Organisationsmitgliedern und zielt auf überprüfbare Veränderungsschritte ab.
2. Dann beginnt der der Veränderungsprozess in dem Schritt für Schritt Einzelbereiche und Einzelverfahren auf andere Weise praktiziert werden.
3. Planung, Umsetzung und Überwachung des Change-Managements sind stets getrennt zu bestimmen und in überprüfbaren und dokumentierten Schritten transparent für alle Teilnehmer am Change-Prozess zu halten.
4. Die Nachbereitung des Change-Prozesses ist sehr wichtig als vierter Schritt des Change-Managements, um für die Zukunft wichtige Lernresultate der Organisation zu sichern.

Change-Management ist kein Einzelprojekt, das nur vorübergehend die Organisation bestimmt. Angesichts der laufend sich ändernden Anforderungen für organisatorisches Handeln muss Change Management als dauernder Prozess jeder Art von organisatorischer Tätigkeit gesehen werden.

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