Seminare  zur Kommunikation sollten unterschiedliche Zugänge bieten

Kommunikation geht auf das Lateinische "communicare" zurück und stellt damit schon auf Gemeinsamkeit beim kommunikativen Handeln ab. Generell gibt es zwei Ansatzpunkte für Seminare zur Kommunikation, um zu dieser Gemeinsamkeit im Kommunikations-Prozess zu kommen:

Kommunikation kann so verstanden werden, dass man die eigene Botschaften wirksam formuliert. Der Empfänger der Botschaft im Kommunikations-Prozess soll für eine bestimmte Positionsveränderung gewonnen werden. Eine solche Vorgehensweise der Seminare zur Kommunikation ist eher typisch für Verkäufer-Schulungen, bei der Umsatz die Messgröße für den Kommunikationserfolg ist. Demgegenüber wollen moderne Vorstellungen in Seminaren eher die Selbstkundgabe und die Authentizität in den Vordergrund stellen. Kommunikation soll nicht nur eine Technik des Überzeugens bleiben, sondern in der Offenheit gegenüber dem Kommunikations-Partner die Gemeinsamkeit im Erfolg für beide Seiten sicherstellen.

Kommunikation scheint ein alltäglicher Vorgang zu sein, der scheinbar von selbst läuft. Doch viele machen die Erfahrung, dass sie im Kommunikations-Prozess nicht den Erfolg haben, denn sie sich wünschen. Dies gilt sowohl für den beruflichen wie für den privaten Bereich. Es kommt bei Seminaren für Kommunikation darauf an, den Teilnehmern hierfür neue Zugangsmöglichkeiten zu bieten, um neue Wege zur Verbesserung der Kommunikation zu finden.

Ein neuer Zugang zur eigenen Kommunikationshaltung kann durch die Reflexion der eigenen Erfahrungen in der Gruppensituation bei Seminaren gewonnen werden. Denn die Gruppe bietet viele Möglichkeiten zum Testen des eigenen Verhaltens und zum Ausprobieren von neuen Möglichkeiten. Etwas weiter theoretisch gefasst ist der Zugang über die Handlungstheorie. Dabei sieht sich der Kommunizierende als Handelnder, der mit jedem Schritt zugleich Aktion und Reaktion verbinden muss. Es zeigt sich häufig, dass Seminare der Kommunikation die herkömmliche Sicht aufbrechen können, die die eigenen Handlungen nur als Reaktion auf die Handlungen der Kommunikationspartner sieht.

Für technisch orientierte Teilnehmer in Seminaren zur Kommunikation kann die informationstheoretische Sicht hilfreich sein, denn diese sind es gewohnt, entsprechende Sichtweisen ausgehend von technischen Systemen auf Kommunikation zu übertragen. Die informationstheoretische Sicht geht von einem einfachen Sender-Empfänger-Modell der Kommunikation aus. Ausgehend von diesem Modell muss aber in Seminaren zur Kommunikation deutlich werden, dass menschliche Kommunikation über die Sinnebene der Partner komplexer angelegt ist. Damit werden dann psychologische Sichtweisen als weitere Zugänge für die Teilnehmer in den Seminaren erschlossen.

Seminare zur Kommunikation sind dann erfolgreich, wenn sie an den Bedürfnislagen der Teilnehmer ansetzen und ihnen weitere Zugangsmöglichkeiten für die Gestaltung des eigenen Kommunikationsprozess bieten.

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