Ein Kommunikationstraining zur Verbesserung der Kommunikationsleistung nutzen

Kommunikation ist ein zentraler Begriff, um den Erfolg im beruflichen und privaten Umfeld zu bestimmen. Deshalb werden viele Varianten von Kommunikationstraining angeboten, bei der es sowohl um theoretische wie praktische Bestimmung von Kommunikationsleistung geht.

Das Kommunikationstraining kann in einem Seminar oder als Coaching-Maßnahme umgesetzt werden.

Ein eher traditionell orientiertes Kommunikationstraining wird sich mit dem Kommunikationsmodell des Informatikers Claude Shannon beschäftigen, das nach wie vor sehr große Wichtigkeit für die technische Seite von Kommunikationsprozessen hat. Shannon ging von einem einfachen Sender-Empfänger-Modell der Kommunikation aus: Ein Sender möchte einen Inhalt auf den Empfänger übertragen und benutzt hierzu Verfahren der Codierung und einen oder mehrere Kommunikationskanäle. Störungen der Kommunikation sind als Störungen in der Codierung oder in den Kanälen zu suchen. Ein solches Verständnis von Kommunikation ist nicht falsch, aber sehr vereinfacht und kann somit nicht als ausschließlichen Bezugsrahmen im Kommunikationstraining genutzt werden.

Neuere Modelle von Kommunikationstraining nutzen sehr häufig das Vier-Ohren-Kommunikationsquadrat nach Schulz von Thun. Zentrales Element dieses Ansatzes ist, dass jede kommunikative Handlung gleichzeitig auf vier Ebenen abläuft. Der Kommunizierende überträgt keine Botschaft einfach auf den Empfänger, sondern er übermittelt zugleich Aussagen über sich, über den Kommunikationspartner und seine Sicht der Kommunikationsbeziehung. Ein solches umfassendes Konzept für Kommunikationstraining nutzt stärker unterschiedliche Möglichkeiten zur Verbesserung der Kommunikationsleistung, weil es den Teilnehmern mehr Ansatzpunkte an ihren persönlichen Ressourcen bietet.

Lernprozesse beim Kommunikationstraining sollten die unterschiedlichen biographischen Voraussetzungen der Teilnehmer nutzen. Praktische Ansatzpunkte für das Trainieren von Kommunikation finden sich auf vielen Ebenen. Sprechen und Sprache (also Tonfall und verwendete Begriffe) gehören auch zu einem guten Kommunikationstraining hinzu, sind aber nicht allein bestimmend. Relevanter für erfolgreiche Weiterentwicklung der Kommunikationsleistung sind aktives Zuhören und Nutzung und Deutung der Körpersprache. Kommunikationssituationen werden auch häufig als Verhandlungssituation bestimmt. Hier ist ebenso wie bei Konfliktgesprächen wichtig, die wechselseitige Abhängigkeit im Kommunikationsprozess zu reflektieren.

Praktische Ansatzpunkte und theoretische Hintergründe sollten in gleicher Weise bestimmend für das Kommunikationstraining sein, denn diese theoretischen Hintergründe ermöglichen den Teilnehmern eine allgemeinere Sicht auf den Kommunikationsprozess, den sie dann für sich spezifisch modifizieren können, um eine persönliche Verbesserung der Kommunikationsleistung zu erreichen.

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