Methoden zur Entscheidungsfindung als Selbstcoaching 

Coaching ist seit Jahren ein Megatrend, insbesondere bei Managern im Spitzen-Management und bei hoch bezahlten Experten mit betrieblicher Karriereplanung. Die sogenannten normalen Mitarbeiter können von diesen Premium-Angeboten selten profitieren.

Deshalb ist es für diese sinnvoll auch "Selbstcoaching" voranzutreiben, der Buchmarkt boomt hier auch schon länger mit vielfältigen Titeln zum Zeitmanagement und anderen Aufgabenstellung zur Entwicklung der Persönlichkeit.

Dabei stellt man fest, dass bestimmte Standard-Techniken immer wieder zum Einsatz gebracht werden, insbesondere dann, wenn es um Entscheidungsfindung geht. Denn ein Problem von Karriere-Planung ist auch die richtige Entscheidungsfindung: das richtige Bestimmen der nächsten Schritte und die Fokussierung der eigenen Möglichkeiten auf diese Ziele. Viele Menschen tendieren auch dahin, die notwendige Entscheidungsfindung auf die lange Bank zu schieben. Das ist dann ein Fehler, wenn kurzfristiges Handeln (das Nutzen der sich "zufällig" ergebenden Chancen) erforderlich ist.

Oft werden bei Fragen der Entscheidungsfindung Methoden empfohlen, die darauf beruhen, dass man alle Möglichkeiten hinsichtlich Vor- und Nachteilen aufschreibt und bewertet. Dabei sollte aber nicht übersehen werden, dass die Entscheidungsfindung nicht errechnet werden kann. Hinzu muss die Berücksichtigung des Bauchgefühls treten. Denn die psychologische Forschung der letzten Jahre hat herausgefunden, dass dieses Bauchgefühl nach unbewussten aber hoch effektiven Regeln funktioniert (Vgl. Gerd Gigerenzer: Bauchentscheidungen: Die Intelligenz des Unbewussten und die Macht der Intuition).

Deshalb dienen die rationalen Methoden des Selbstcoachings vor allem dazu, eine Vielfalt von Alternativen sich bewusst zu machen. Das Bauchgefühl soll erst dann wirksam werden, wenn man möglichst viele Möglichkeiten in seinen Entscheidungshorizont einbezogen hat.

Die Entscheidungsmatrix ist immer noch die Standard-Methode, wenn es um das Bestimmen und plastisch machen einer Entscheidungssituation geht. Eine Matrix ist nichts anderer als eine Tabelle. Die Spalten bilden die verschiedenen Handlungsmöglichkeiten, die Zeilen sind alle möglichen Auswirkungen und Kriterien. Wenn man beispielsweise zwischen verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten auswählen muss, dann schreibt man alle Angebote in die Spalten und bewertet jedes einzelne Angebot in den Zeilen Gehalt, Kommunikationsmöglichkeiten, Karrierechancen usw. Man kann dann auch Noten in die Schnittpunkte von Zeilen und Spalten schreiben. Diese Methode des Selbstcoachings kann man noch ausbauen, wenn man den einzelnen Auswirkungen oder Kriterien Gewichte zuordnet.

Diese Methode der Entscheidungsfindung ist stark rechenlastig und wird daher auch von vielen als zu technisch abgelehnt. Allerdings kann man auch intuitive Methoden des Selbstcoachings nutzen, um zu einer Entscheidung zu kommen. Dabei sollte man die verschiedenen Alternativen sich möglichst plastisch vorstellen und dabei auf das Bauchgefühl achten, dass mit diesen verschiedenen Zukünften verbunden ist. Dort wo das Gefühl am stärksten ist, legt man dann beim Selbstcoaching die Schritte fest, wie man das gewünschte Ziel erreichen kann.

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