Das Meister-BAföG für Erwerbstätige 

Das BAföG war bisher vor allem als Berufsausbildungs-Förderung für Schüler und Studenten bekannt. Es gab aber schon länger die Förderungsmöglichkeit für aufstrebende Handwerker, die im Rahmen ihrer Karriere den Meisterbrief anstreben. Durch Zustimmung des Bundesrates zum " Zweiten Gesetzes zur Änderung des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes" sind nun deutliche Verbesserungen bei diesem Meister-BAföG wirksam geworden.

Dieses Meister-BAföG fördert die berufliche Aufstiegsfortbildung durch finanzielle Zuschüsse des Staates und erleichtert damit auch die Gründung von Unternehmen nicht nur bei Handwerkern. Denn das Gesetz gilt generell in allen Bereichen der beruflichen Fortbildung auch bei Gesundheits- und Pflegeberufen, und ist unabhängig davon beanspruchbar, in welcher Form die Aus- oder Fortbildung durchgeführt wird. Es werden also deutlich mehr Abschlüsse gefördert als die traditionelle Meisterprüfung. Es gibt auch keine Altersgrenze für die Förderung.

Handwerker und solche Fachkräfte, die einen Fortbildungsabschluss in ihrem Beruf anstreben, der nach einem anerkannteren Berufsabschluss erfolgt, können diese sogenannte Aufstiegsförderung beantragen. Die Antragsteller dürfen aber keinen beruflichen Qualifikationsabschluss haben, der dem angestrebten Fortbildungsabschluss überlegen ist. So können also erfolgreiche Fach- oder Uni-Hochschulabschluss-Absolventen die Aufstiegsförderung nicht beantragen, da ihr schon erreichter Abschluss dem angestrebten Abschluss mindestens gleichwertig ist. Aber "abgebrochene" Uni-Absolventen können nach einen erfolgreichen Berufsabschluss auf die Aufstiegsförderung zur weiteren beruflichen Qualifikation zurückgreifen.

Die Leistungen umfassen eine Auszahlung, die teilweise rückzahlungsfrei und teilweise als Darlehn gezahlt wird. Je nach Familienstand sind bis zu 1310 Euro pro Monat an Förderungszahlung möglich. Genaueres und die Aufteilung zwischen Darlehn und rückzahlungsfreien Beitrag kann man über die Webadresse http://www.meister-bafoeg.info/de/71.php erfahren: "Die Darlehen für den Unterhalts- als auch für den Maßnahmebeitrag sind während der Fortbildung und während einer anschließenden Karenzzeit von zwei Jahren - längstens jedoch sechs Jahre - zins- und tilgungsfrei." Unter bestimmten Bedingungen kann bei Existenzgründern der Darlehnsanteil reduziert werden.

Die Zahlungen werden wie beim Studenten-Bafög daran geknüpft, dass das eigene Einkommen und das Einkommen des Ehepartners gewisse Freigrenzen nicht überschreiten. Auch das eigene Vermögen sollte nicht über 35.000 Euro liegen, wenn man den vollen Betrag beim Meister-BAFög erhalten will.

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