Der Weiterbildungscheck – eine Abfrage bei der LASA Brandenburg

Hinter der Abkürzung LASA steht die "Landesagentur für Struktur und Arbeit Brandenburg" eine allein dem Land Brandenburg gehörende GmbH, die als arbeitsmarktpolitische Serviceeinrichtung für das Bundesland arbeitet. Die kompetente Einrichtung hat nun eine interessante Webapplikation ins Internet gestellt, die auch für Weiterbildungsinteressierte außerhalb von Brandenburg interessant sein könnte.

Unter der Webadresse http://www.wdb-brandenburg.de/index.php?id=316 können interessierte Arbeitsuchende, Beschäftige aber auch Unternehmen direkt auf der Website einen Weiterbildungscheck durchführen, womit sie

  • ihre Kompetenzen und Fähigkeiten erfassen,
  • ihre Weiterbildung zu planen, sowie
  • den Erfolg Ihrer Weiterbildung überprüfen können.

 

Bei Arbeitsuchenden und Beschäftigen werden zunächst die "Soft-Skills" abgefragt. Es geht um Kommunikationskompetenzen (wie drückt man sich aus, wie erkennt man Unstimmigkeiten im Kommunikationsprozess), Personalkompetenzen (wie sind die Fähigkeiten zur selbständigen oder Teamarbeit entwickelt), Motivationskompetenzen (wie sieht es mit Leistung und Belastbarkeit aus) sowie um die Methodenkompetenzen (welche Lern- und Arbeitstechniken kann man anwenden).

Hier muss man jeweils eine Selbsteinschätzung auf einer sechs-stufigen Skala vornehmen. Unmittelbar danach kann man eine übersichtliche Auswertung mit Balkengrafik bekommen. Der Vorteil ist aus meiner Sicht weniger in den Details der Auswertung zu sehen, sondern eher darin, dass man ein Gespür dafür bekommt, auf welchen Dimensionen man noch ergänzenden Weiterbildungsbedarf hat.

Danach kann man als Kurztexte seine Ausbildungsschritte und bisherigen Weiterbildungsmaßnahmen eingeben. Man bekommt als Auswertung eine Excel-Tabelle, die man gut als Basis für einen Lebenslauf oder als Qualifikationsliste für Bewerbungsverfahren verwenden kann.

Anschließend kann man dann über ein Formular eine Weiterbildungsplanung umsetzen. Diese könnte man beispielsweise für das nächste Führungsgespräch mit seinem Vorgesetzten nutzen, um mit diesem fundierter über die Bildungsplanung zu sprechen. Hat man bei diesem Gespräch alle Unterlagen aus dem Weiterbildungsscheck dabei, dann ist das bestimmt vorteilhaft für die eigene Reputation. Dies gilt in gleicher Weise für Arbeitssuchende, die sich auf ein Gespräch mit ihrem Fallmanager vorbereiten.

Es gibt beim Weiterbildungsscheck noch weitere Formulare zur Zielvereinbarung und zur Erfolgskontrolle der umgesetzten Weiterbildungsmaßnahmen. Man kann diese Formulare auch später nutzen und jeweils über seine E-Mail-Adresse den Weiterbildungsscheck als Datenbank nutzen. Wem das zu heikel ist, der druckt sich einfach die entsprechend ausgefüllten Formulare aus oder speichert die leeren Formulare als HTML-Datei für spätere Nutzungsmöglichkeiten ab.

 

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