E-Learning im Unternehmen - neue Perspektiven und starkes Wachstum

Vor ein paar Jahren war "E-Learning" das Schlagwort bei der innerbetrieblichen Weiterbildung. Viele Unternehmen begannen damit, den Computer, das Internet und ihr internes Netz für Weiterbildungsmaßnahmen einzusetzen. Es wurden spezielle E-Learning-Plattformen eingerichtet und die Mitarbeiter sollten motiviert werden, diese neuen Lernmöglichkeiten intensiv während der Arbeitszeit zu nutzen.

Nachdem anfangs eine große Resonanz beim Thema E-Learning beobachtbar war, wurde es inzwischen ruhiger. Doch eine neue Untersuchung vom Hightech-Verbands BITKOM zeigt auf, das E-Learning in der Praxis der großen Unternehmen eine wichtige Rolle spielt. (Quelle für die folgenden Infos: http://www.bitkom.org/de/presse/8477_58057.aspx)

500 Top-Unternehmen mit mindestens 1000 Mitarbeitern wurden befragt. Dabei stellt sich heraus, das mehr als die Hälfte (55 %) dieser Unternehmen regelmäßig E-Learning zur Qualifikation der Mitarbeiter einsetzt. Hauptgründe hierfür sind die Möglichkeit der Kosten- und Zeitersparnis, denn die Anmeldung und der Besuch von Tagungsstätten sind mit erheblichem Organisationsaufwand verbunden. Aber auch die räumliche und zeitliche Flexibilität ist ein immer wieder genanntes Argument für diese Top-Unternehmen, auf E-Learning zu setzen.

Durch den Trend zum Web 2.0 hat das Thema E-Learning einen zusätzlichen Aufschwung erhalten. Denn Wikis (gemeinsames Arbeiten an Texten) und Weblogs (Publikation von persönlich verantwortbaren Beiträgen im lokalen Netz) bieten den Mitarbeitern viele Möglichkeiten der Kommunikation, der Vernetzung mit Kollegen und der Steigerung der eigenen Online-Reputation und werden deshalb gerne angenommen. Etwa ein Drittel der befragten Unternehmen nuten Wikis und Weblogs, etwa ein Viertel die technisch aufwendigeren Möglichkeiten von Podcasts und Videocasts (Publikation von Hör- oder Videobeiträgen auf unternehmensinternen Plattformen).

Obwohl sich die Mitarbeiter hier sehr aufgeschlossen zeigen, dominieren noch die traditionellen Formen des E-Learning. Web Based Training (WBT) - netzgestütztes

Lernen durch Anmeldung an speziellen Plattformen im Intranet - und Computer Based Training (CBT) auf Basis von speziellen Lernprogrammen, die auf DVD oder CD verteilt werden, liegen bei etwa zwei Drittel der Unternehmen vorn. Hier dominieren noch die klassischen Inhalte wie Produktschulungen, kaufmännische Fachkompetenzen und Fremdsprachen.

Großer Nachholbedarf beim E-Learning besteht noch bei kleineren und mittleren Unternehmen. Bei mittleren Unternehmen sind es nur etwa ein Viertel der Unternehmen, die regelmäßig E-Learning nutzen. Bei kleineren Unternehmen muss man von einem noch geringeren Nutzugsgrad ausgehen. Auch angesichts der Wirtschaftskrise ist hier der Bedarf aber sehr hoch. Deshalb unterstützt die Bundesregierung vielfältige Möglichkeiten des überbetrieblichen Lernens.

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