Die Vielfalt der Fortbildungskurse  

Fortbildungskurse sind nicht nur seitens der Bundearbeitsagentur und im Rahmen von Kurzarbeit und/oder drohender Arbeitslosigkeit ein beliebtes und weit verbreitetes Instrument mit entsprechend vielfältigem thematischem Angebot und Bildungsträgern bzw. Instituten.

Die Vielfalt der verschiedenen Fortbildungskurse- und Arten spiegelt vor allem die Notwendigkeit und Dringlichkeit von permanenter Fort- und Weiterbildung wider. So können diese Kurse berufsbegleitend, während einer Phase der Kurzarbeit, in der Elternzeit oder auch bei Freistellung seitens des Arbeitgebers während der regulären Arbeitszeit besucht werden. Inhaltlich befassen sich Fortbildungskurse mit allen denkbaren fachlichen Schwerpunkten. Ebenso variieren deren Dauer und Kosten bzw. auch die Möglichkeiten, wie, wo und wann man lernt. So gibt es Modelle, die auf Fernstudium und Präsenzveranstaltungen gleichzeitig setzen, wie aber auch reine Präsenzfortbildungen, üblich vor allem im handwerklichen Bereich.

Auch die Bundesregierung hat die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Fortbildung vor allem für Geringverdiener erkannt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das Programm Bildungsprämie, welches sich unter anderem aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) finanziert, ins Leben gerufen und ermöglicht damit vor allem erwerbstätige Menschen mit Jahresbruttoeinkommen von maximal 20.000 Euro im Jahr, Fortbildungskurse wahrzunehmen. Dabei ist die Höhe der Förderung auf maximal 50% der Gesamtfortbildungskosten bzw. auf maximal 154 Euro/Jahr beschränkt.

Bei knapp 600 bundesweiten Beratungsstellen können die Bildungsprämiengutscheine beantragt bzw. abgeholt werden. Der Begünstigte hat dann die Möglichkeit sich frei für einen Bildungsträger zu entscheiden. Weiterhin können begünstigte Personen auch am so genannten Weiterbildungssparen teilhaben. Hier sind sie berechtigt Guthaben aus Arbeitnehmerzulagen-Vermögen innerhalb von drei Monaten für Weiterbildungszwecke zu verwenden, ohne dass dabei die Arbeitnehmersparzulage leiden muss. Mindestens müssen jedoch 30 Euro entnommen werden.

Schließlich können auch die Kosten für die Inanspruchnahme von Weiterbildungskursen steuerlich als Werbungskosten und in voller Höhe abgesetzt werden. Gebühren (auch für Kurse im EU-Ausland), Fahrtkosten und selbst Kosten für Arbeitsmittel, Arbeitszimmer und Fachliteratur können steuermildernd eingesetzt werden.
Weitere Informationen finden sich auf: http://www.bildungspraemie.info/index.php.

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