Eine Fortbildung für Erzieherinnen kann vergleichsweise schnell gehen 

Das Berufsfeld Erzieher/in erstreckt sich im weitesten Sinne auf die Arbeit mit Kindern und/oder Jugendlichen im Bereich städtischer, kommunaler Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderläden oder auch Krabbelstuben. Mitunter können auch Kirchen oder Wohlfahrtsverbände Träger dieser Einrichtungen sein.

Fortbildungen für Erzieher/innen sind anders als Weiterbildungen eher auf wenige Tage oder Wochen ausgelegt und bieten die Möglichkeit, sich entweder berufsbegleitend oder auch in Vollzeit (Bildungsurlaub) entsprechend neue Wissensgebiete zu erarbeiten oder bereits bestehendes Fachwissen zu vertiefen. Bildungswerke der jeweiligen Träger sind dabei ebenso unter den Anbietern, wie beispielsweise auch Bildungseinrichtungen der Gewerkschaften. Bezüglich der Form dieser Fortbildungen sind Workshops, Kolloquien, Seminare oder auch Fachtagungen und berufsbegleitende Fortbildungsreihen üblich.
Was die Themen angeht, lässt sich sagen, dass neben fachlichen Fortbildungen wie Supervision, Entspannungs- und Musikpädagogik, auch Coachinggrundlagen für Gruppen und Einzelne angeboten werden, wie aber auch Einführungen in Novellierungen oder Reformen relevanter Gesetze (Unterhalt, Sorgerecht, Betreuungsrecht etc.). Insofern lässt sich erahnen, dass ähnlich der Vielfalt des Einsatzgebietes, auch die Themen der Erziehern und Erzieherinnen-Fortbildungen einen weiten Bogen spannen (müssen). Betrachtet man die regionalen, von Bundesland zu Bundesland verschiedenen Regelungen oder auch die Tatsache, dass vielen Einrichtungen Mittel fehlen, ist es nicht verwunderlich, wenn auch betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse, wie aber auch spezifisches Marketing und Fundraising großen Anklang unter den Erzieher/innen findet. Einführungen in die 'Akquise' und Qualitätsanforderungen von Kindertagespflegeangeboten zum Beispiel sind da nur ein kleiner Ausschnitt.
Fortbildungen für Erzieher und Erziehrinnen richten sich in erster Linie weniger an Quereinsteiger ohne Ausbildung als vielmehr an berufserfahrene Fachkräfte, die entweder andere Tätigkeiten anstreben oder aber auch ihr Fachwissen in einem speziellen Bereich erweitern bzw. auf den neuesten Stand bringen möchten. Die Kosten betreffend, liegen die Beiträge für Fortbildungen zwischen ca. 100 Euro für ein- bis zweitägige Seminare, Workshops, etc.und bis zu 500 oder gar 1000 Euro, wenn es um längere und umfassendere Fortbildungen (beispielsweise für Leiter/innen einer Einrichtung) geht.

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