Fortbildung ab 45-neue Perspektiven für ältere Arbeitnehmer/innen und Arbeitssuchende  

Dass Fortbildung kein Privileg, sondern vielmehr eine Chance für alle darstellt, beweisen unter anderem die Fortbildungsangebote für Arbeitnehmer/innen und Arbeitssuchende ab 45. Dabei sticht vor allem die Initiative WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter Älterer in Unternehmen) der Bundesarbeitsagentur als effiziente Programmerweiterung im Rahmen des Konjunkturpakets II hervor.

So finden hier vor allem auch ältere Beschäftigte Fördermöglichkeiten, um sich im Falle drohender Arbeitslosigkeit gut auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorbereiten zu können.

Da diese Arbeitnehmergruppe mit Abstand das größte Arbeitsmarktrisiko im Sinne von drohender oder tatsächlicher Arbeitslosigkeit und entsprechender Integrationsprobleme auf den ersten und zweiten Arbeitsmarkt tragen, andererseits jedoch gerade aufgrund des demografischen Wandels aktuell und in Zukunft eine wichtige Ressource bezüglich der Prävention von Fachkräftemangel darstellen, ist eine Fortbildung in Eigeninitiative, wie aber auch die Förderung durch Arbeitgeber und öffentliche Hand unabdingbar.
So können vor allem kleinere und mittlere Unternehmen im Rahmen der WeGebAU davon profitieren, indem sie ihre älteren Beschäftigten für die Dauer der jeweiligen Qualifizierung/Fortbildung bei Fortzahlung des Gehalts bzw. Lohns freistellen, während die zuständige Arbeitsagentur die anfallenden Weiterbildungskosten übernimmt. Auch sind im Einzelfall Arbeitsentgeltzuschüsse möglich. Dies dient vor allem auch dazu, ältere Arbeitnehmer bei personellen Engpässen bezüglich jüngeren Fachkräften weiter gestreut und vielseitiger einsetzen zu können.
So sorgen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und die Bundesarbeitsagentur dafür, dass eine zeitnahe Qualifikation stattfinden kann, die letztendlich auch den Unternehmen, wie aber auch den Arbeitnehmern zugutekommt. Es erhöht sich in jedem Fall die allgemeinen und im besten Fall auch die spezifischen Kompetenz älterer Arbeitnehmer/innen.

Schließlich ist es wichtig, dass auch die Anbieter der jeweiligen Fortbildungsangebote speziell auf die Zielgruppe ausgerichtete Angebote in ihr Programm nehmen und sich auch die Unterrichtszeiten an den regulären Arbeitszeiten orientieren, um eine Mehrbelastung ausschließen zu können.

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