James Bond ruft - so wird man Detektiv

Mit Lupe, Sonnenbrille und Hut um Häuser herumschleichen als James Bond Double? So sieht das typische Detektivleben nicht ganz aus. Um Detektiv zu werden, ist auch keine 3-jährige Ausbildung mit Berufsschule notwendig. Detektiv ist kein Ausbildungsberuf. Es reicht hier lediglich ein Gewerbeschein. Was aber nicht heißt, dass der Beruf keine hohen Anforderungen stellt.
 

Das muss ein Detektiv können

Wichtig ist vor allem Empathie und Menschenkenntnis, aber auch ein gewisses fachliches Verständnis. Außerdem sollten Detektive offen und kommunikativ sein. Sie haben mit vielen verschiedenen Kunden zu tun. Eine gewisse Spontanität gehört dazu und eine strukturierte Arbeitsweise. Sie müssen sich schnell in verschiedene Themen einarbeiten. Weitere gute Voraussetzungen sind Fremdsprachenkenntnisse - im Idealfall Englisch. Außerdem sollte eine gewisse körperliche Fitness unbedingt gewährleistet sein. Detektive müssen auch mal schnell sein. Führerschein und Reisebereitschaft sollten außerdem vorhanden sein, denn nicht immer ist der Einsatzort direkt im Wohnort.

Ein Vorteil der Detektivarbeit: Sie ist nicht eintönig und jeder Tag ist anders. Zum Aufgabengebiet gehört auch die Recherche oder Befragungen verschiedener Leute. In einigen Fällen werden Detektive unter einem Decknamen in Unternehmen eingeschleust. Observation gehört ebenso dazu. Dafür müssen Detektive in Kauf nehmen, oft stundenlang in Autos zu verharren und das “Zielobjekt” nicht aus den Augen zu verlieren. Meistens werden Detektive von Unternehmen beauftragt. Die Gründe können hierbei ganz unterschiedlich sein. So kann es beispielsweise Probleme mit Mitarbeitern oder der Konkurrenz (Produktpiraterie) geben. Oder Probleme mit Mitarbeitern (zum Beispiel aufgrund unerlaubter Nebeneinkünfte). Eher der kleinere Teil der Auftraggeber sind Privatpersonen.

Ausbildungsmöglichkeiten und Fortbildung 

Die Ausbildung als Detektiv ist relativ flexibel in der Gestaltung. Es gibt Möglichkeiten in Vollzeit oder in Teilzeit, dabei meistens von privaten Institutionen, aber auch von der IHK. Die Dauer kann stark variieren. Sie liegt zwischen einigen Monaten bis hin zu zwei Jahren. Menschen, die einen geregelten 9 to 5 Job suchen, sind als Detektiv fehl am Platz. Oft sind Detektive zehn Stunden oder länger im Einsatz. Selbst am Wochenende kann öfter mal Arbeit anfallen. Festgelegte Stundensätze gibt es nicht. Der Durchschnitt in Deutschland liegt bei etwa 60 Euro. Ist die Berufswahl erst einmal getroffen, kann eine Spezialisierung dabei helfen, noch mehr Aufträge zu bekommen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, sich auf den IT-Bereich zu spezialisieren. Ein weiterer Vorteil ist der Zuverdienst im Alter. Ein Detektiv muss nicht zwingend mit Mitte 60 in Rente gehen. Ältere Menschen können noch verdeckt ermitteln. Senioren sind sehr unauffällig und das kann vielleicht gerade den Erfolg bringen.

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