Das Netto-Gehalt berechnen 

"Mehr Netto-Gehalt vom Brutto-Gehalt", so könnte man einen der zentralen Slogans des letzten Wahlkampfs umformulieren. Denn jedem Arbeitnehmer wird am Ende des Monats klar, dass er nur ein deutlich niedrigeres Netto-Gehalt überwiesen bekommt, während der Arbeitgeber im Berechnen seiner Kalkulation von einem deutlich höheren Brutto-Gehalt ausgehen muss.

Das Netto-Gehalt berechnen ist also die zentrale Aufgabe der Lohnbuchhaltung im Betrieb und die sollte möglichst keine Fehler machen, wenn sie das Netto-Gehalt des Arbeiter oder Angestellten zu berechnen hat. Hierfür werden allerdings meist Computer-Programme eingesetzt, die durch eine Vielzahl von Prüfungen gegangen sein müssen, bevor sie zum ersten Mal ein echtes Netto-Gehalt berechnen.

Allerdings sollte man als Arbeitnehmer wissen, wie denn das Netto-Gehalt zu berechnen ist, damit man die Grundstruktur der Gehaltsabrechnung versteht. Vom Brutto-Gehalt, das sich aus dem Arbeitsvertrag ergibt, wird zunächst die Lohnsteuer abgerechnet. Dieses Berechnen ergibt sich aus der aktuell gültigen Lohnsteuertabelle und ist unterschiedlich hinsichtlich verschiedener Steuerklassen. Damit das Berechnen vom Netto-Gehalt also nicht fehlerhaft wird, muss geprüft werden, ob denn der Arbeitgeber die richtige Steuerklasse zugrundelegt hat und ob auch mögliche Freibeträge der Lohnsteuerkarte beim Berechnen vom Netto-Gehalt berücksichtigt wurden.

Bevor man vom Brutto-Gehalt zum Netto-Gehalt kommen kann, ist noch die Sozialversicherung zu berechnen und abzuziehen. Diese setzt sich aus drei Komponenten zusammen, die zu einer Verminderung beim Netto-Gehalt führen: Arbeitslosenversicherung, Krankenversicherungen und Rentenversicherung. Für alle drei Versicherungen gelten inzwischen feste Prozentsätze, die sich während des Jahres nicht ändern. Sofern also keine Änderungen in der monatlichen Gehaltshöhe erfolgt, sollte das Berechnen beim Netto-Gehalt jeden Monat zum selben Ergebnis führen.

 

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