Die Angestellte und ihr Gehalt 

Angestellte und Angestellter bekommen eine unterschiedliche Bezahlung beim Gehalt; das entspricht zwar nicht der grundgesetzlichen vorgeschriebenen Gleichbehandlung, ist aber rein faktisch das Ergebnis vieler sozialwissenschaftlicher Untersuchungen.

Allerdings lassen sich viele Unterschiede beim Gehalt für die Angestellte mit der Qualifikation und der Kontinuierlichkeit der Berufserfahrung erklären. Denn insbesondere früher war es gang und gäbe, dass weibliche Qualifikationsverläufe deutlich kurzfristiger angelegt waren. Außerdem kommt es für die weibliche Angestellte bedingt durch Geburten und anschließender Kinderbetreuung zu einer Unterbrechung der Berufsentwicklung, die sich auch im Gehalt auswirkt.

Das hat sich inzwischen deutlich verbessert, aber es wird noch Jahrzehnte dauern, bis diese Unterschiede beim Gehalt für die Angestellte ausgeglichen sind. Nach wie vor aber ist politisch sehr umstritten, ob das Gehalt für die Angestellte auch durch direkte Diskriminierung beeinflusst wird. Die Forderung ist hier "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" und wird inzwischen auch innerhalb der gewerkschaftlichen Bewegung sehr breit diskutiert. Denn über die Tarifverträge legen die Gewerkschaften nicht nur das Gehalt für die Angestellte fest, sondern sorgen auch über Eingruppierungsregeln dafür, dass die Höhe beim Gehalt sehr unterschiedlich je nach Qualifikation und Berufserfahrung ausfällt. Nach einer vielfältigen Diskussion um Diskriminierung sind etliche Gewerkschaften dazu übergegangen, sogenannte Leichtlohngruppen aus den Tarifverträgen zu nehmen, um die Angestellte mit ihrem Gehaltsbezug schon im Vorfeld zu schützen.

Damit die Angestellte und ihr Gehalt auch langfristig vor jeder Diskriminierung geschützt werden, sind noch eine Vielzahl von Maßnahmen erforderlich.

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