Die Gehaltsabrechnung ist nicht schwierig zu verstehen 

Jeden Monat bekommt jeder Arbeitnehmer eine Gehaltsabrechnung, die früher auch als Lohnstreifen bekannt war. Doch statt des kleinen Streifens wird bei der Gehaltsabrechnung schon lange eine informative Zusammenstellung von Daten gegeben.

Insbesondere bei Arbeitnehmern, die variable Gehälter haben, ist die Zusammenstellung der Informationen zum Bruttogehalt eine spannende Sache. Hier tauchen in der Gehaltsabrechnung die geleisteten Einheiten und Zuschläge sowie Prämien auf. Die Prüfung der Brutto-Berechnung in der Gehaltsabrechnung ist unter Umständen für den Arbeitnehmer sehr aufwendig, sollte aber präzise jeden Monat vorgenommen werden, weil sich hier eher Fehler einschleichen können.

Die Berechnung des Nettogehalts wird bei der Gehaltsabrechnung weniger genau geprüft. Hier geht man davon aus, dass der Computer des Arbeitgebers diese Schritte schon richtig vollzogen hat. Zunächst werden ausgehend vom Bruttogehalt in der Gehaltsabrechnung die abzuziehenden Steuern bestimmt. Hier sollte man überprüfen, ob die der Gehaltsabrechnung zugrundegelegte Steuerklasse richtig berücksichtigt wurde. Auch Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte sollten in der Gehaltsabrechnung klar erkennbar werden, wenn man mehr Netto vom Brutto haben will.

Nach dem Abzug der Steuern kommt der Abzug der Beiträge zur Sozialversicherung. Nachdem die Höhe der Krankenkassenbeiträge inzwischen vereinheitlicht wurde, kann hier kein besonderer Unterschied in der Gehaltsabrechnung unterschiedlicher Mitarbeiter mehr auftauchen. Es sei denn die Gehaltsabrechnung wird für einen Mitarbeiter vorgenommen, dessen Gehalt jenseits der Versicherungspflichtgrenze liegt. Dann ist in der Gehaltsabrechnung ein spezifischer Abzug für die privat veranlasste Krankenversicherung vorzunehmen.

Nach Abzug von Steuern und Sozialversicherung ergibt sich in der Gehaltsabrechnung das Nettogehalt, das nach dem Abzug möglicher vermögenswerter Leistungen an den Arbeitnehmer überwiesen wird.

Schaut man sich die Details auf seiner Gehaltsabrechnung an, dann werden diese Zusammenhänge schnell transparent und man weiß, warum seine Gehaltsabrechnung diese hohe Differenz zwischen Brutto und Netto aufweist.

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