Ein Gehaltskonto ist heute unverzichtbar 

Früher gab es noch vereinzelt Arbeitgeber, die auf die Überweisung der Mitarbeitervergütung auf ein Gehaltskonto verzichten konnten. Auch bei kurzfristigen Arbeitsverträgen wird gelegentlich noch dieses Konto verzichtet und stattdessen Lohn bzw. Gehalt bar ausgezahlt.

Doch in praktisch allen Fällen braucht man als Mitarbeiter ein Bankkonto um die regelmäßig laufenden Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge zu verwalten: das Gehaltskonto, das banktechnisch als Girokonto geführt wird.

Das Gehaltskonto hat sich wegen seiner finanziellen Flexibilität für Zahlungsvorgänge durchgesetzt. Die meisten Banken gewähren auch sehr gerne einen Überziehungskredit auf das Konto, wo Lohn und Gehalt regelmäßig fließen. Das bedeutet, dass das Gehaltskonto um das zwei- bis dreifache der laufenden Monatseinnahmen überzogen werden darf. Insbesondere kurzfristige Kredite sind so über das Gehaltskonto recht leicht zu realisieren. Man zahlt dann auf dem Gehaltskonto nur Zinsen für die Tage, an denen das Konto überzogen wurde und hat so bessere Möglichkeiten die Kosten für das Gehaltskonto im Griff zu halten.

Mit dem Gehaltskonto ist dann noch eine Vielzahl weiterer Zahlungsverpflichtungen umsetzbar. Neben den laufenden Überweisungen für Miete, Strom und andere Verpflichtungen können auch mittels der Scheckkarte beim Gehaltskonto Barzahlungen ersetzt werden. Somit ist ein Gehaltskonto auch für die unverzichtbar, die gar kein Gehalt beziehen. Banken legen aber großen Wert darauf, dass die Zahlungseingänge beim Gehaltskonto tatsächlich Lohn oder Gehalt sind, denn daraus wird die Solvenz des Inhabers beim Gehaltskonto bestimmt.

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