Heimarbeit: Arbeiten von zu Hause
So gibt es beispielsweise Arbeitgeber, die ihren Angestellten die
Möglichkeit einräumen, teilweise oder gar vollständig - dann in der
Regel jedoch mit regelmäßigen Präsenzterminen - von zu Hause aus zu
arbeiten. Dank moderner Kommunikationstechnik via Mail und Benutzung
eines Firmennetzwerkes von außen, können so verschiedene Aufgabenfelder
abgedeckt werden. Auch die Vorbereitung bestimmten Schriftverkehrs oder
auch das Telefonieren mit Kunden durch Umleitung der Firmennummer auf
das private Festnetz und/oder Mobiltelefon machen viele Menschen
räumlich unabhängiger.
Die Vorteile für beide Seiten sind ohne Zweifel, dass Anfahrtswege
erspart bleiben und Arbeitsplätze im Büro flexibler besetzt werden
können. Die Nachteile zeigen sich jedoch andererseits in einer
schwierigeren Einschätzung, was Arbeits- und Pausenzeiten, wie auch die
Trennung von Berufs- und Privatleben angeht. Dabei ist ein eigens
eingerichtetes Büro im Haus oder der Wohnung nicht zwangsläufiger
Garant für strikte Grenzen.
Jüngste Gerichtsurteile ihrerseits stärken den Trend zur Heimarbeit. So
können Vermieter im Einzelfall verpflichtet sein, die teilgewerbliche
Nutzung von Wohnraum zu gestatten, wenn die Arbeit von zu Hause aus
keine gravierenden Einwirkungen auf die Mietsache an sich hat.
Dies mag vor allem auch jene erfreuen, die freiberuflich tätig sind und
ausschließlich von zu Hause aus arbeiten und dafür keine Werkstatt
einrichten müssen - es sei denn, dies geschieht im Eigenheim. So sind
es vornehmlich kreative Berufe - also Texter, Übersetzer, Grafiker oder
aber auch andere Dienstleister (Bügelservice, Tagesmütter, etc.), bei
denen in der Regel kein lautes Arbeitsgerät oder gar Angestellte
notwendig sind.
Egal, in welcher Ausprägung letztendlich eine Heimarbeit stattfindet –
das Wichtigste scheint immer, den beruflichen und privaten Tagesablauf
zu strukturieren und diszipliniert daran festzuhalten, sei es in Form
von Arbeits- und Pausenzeiten, wie aber auch durch Spaziergänge,
Einkäufe, etc., während der Pausenzeiten, um dem Gefühl
entgegenzuwirken, nicht mehr unter Leute zu kommen. Die selbstständige
Organisation des Arbeitstages ist insofern mit die größte
Herausforderung.



