Hessen führt Qualifizierungsscheck ein

Hessen möchte verstärkt auf Weiterbildung und Qualifizierung vor allem älterer Arbeitnehmer/innen und gering Qualifizierter setzen. Insofern wurde das Förderinstrument Qualifizierungsscheck eingeführt bzw. in konkrete Maßnahmen umgesetzt.

Das Programm 'Qualifizierung von Beschäftigten in KMU / Kleineren und mittleren Unternehmen' wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds EFS bestritten. In Hessen werden Teiler dieser Gelder dafür eingesetzt, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern in kleinen und mittleren Unternehmen, die älter als 45 Jahre sind und/oder und ohne qualifizierten Abschluss arbeiten, die Möglichkeit zu geben durch berufliche und fachliche Weiterbildung ihren Arbeitsplatz auf lange Sicht zu erhalten. Dabei garantiert der der Qualifizierungsscheck die Übernahme von 50% der entsprechenden Weiterbildungskosten, max. jedoch 500 Euro pro Person und Jahr.

Förderungswürdige Weiterbildungen sind dabei Maßnahmen, welche von einem zertifizierten/akkreditierten Weiterbildungsanbieter durchgeführt werden und darauf abzielen, den Teilnehmenden vertiefende Einblicke und weiterführende Kenntnisse und Fertigkeiten zur qualifizierten Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeit zu vermitteln.

Nicht gefördert werden Kurse, welche auf Erholung, Unterhaltung, der privaten Haushaltsführung oder sportlicher Betätigung abzielen. Genauso ausgeschlossen sind Weiterbildungen im Sinne des
Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) bzw. Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG), da für diese andere Fördermittel vorgesehen sind.

Um zu prüfen, ob man die Voraussetzung für den Erhalt eines Qualifizierungsschecks erfüllt, wird vorausgesetzt, dass man eine persönliche Bildungsberatung bei dafür zertifizierten und ausgewählten Einrichtungen bzw. Beratungsstellen wahrnimmt.

Die Abwicklung, Organisation und Überwachung der Bildungsscheckvergabe bzw. der Beratungsstellen und Träger übernimmt der Weiterbildung Hessen e.V., dessen Mitglieder Einrichtungen der beruflichen, allgemeinen und politischen Bildung sind. Weitere Aufgaben dieses Interessenzusammenschlusses sind die Wahrung der Interessen der Teilnehmer/innen, wie aber auch die Überwachung der geforderten Qualitätsstandards und die Schaffung von (Kosten)Transparenz für Bürger/innen, Behörden, wie letztlich auch für Unternehmen, die in gewisser Weise auch kooperieren müssen, um den Erfolg einer Weiterbildung zu gewährleisten.

 

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