Höhere ALG II Sätze ab 1.7.2009

Lange sind sie trotz steigender Preise nicht angepasst worden: Die Arbeitslosen-Geld-II Transferzahlungen, die bedürftige Arbeitslose von den zuständigen Stellen erhalten. Während die Arbeitslosengeld I Zahlung unabhängig von der Bedürftigkeit jedem Arbeitslosen ab Beginn der Arbeitslosigkeit zu zahlen ist, bekommen die ALG II-Bezieher nur Geld, wenn sie über kein nennenswertes Vermögen und nicht in einen Haushalt mit einer Person wohnen, die noch ausreichend Geld für eine gemeinsame Haushaltsführung beisteuern kann.

ALG II wird gezahlt für arbeitsfähige Personen, die keinen ALG I Anspruch (mehr) haben. Für jüngere Arbeitnehmer ist der ALG I Bezug auf ein Jahr begrenzt. Für ältere Arbeitnehmer wird dieser Anspruchszeitraum auf bis zu 24 Monate ausgeweitet.

Gegenwärtig beanspruchen direkt oder indirekt etwa 6,7 Mio. Personen in Deutschland die ALG II Transferzahlung. Entweder als direkter Antragsteller oder als zu unterstützende Kinder. ALG II ist wie die Sozialhilfe indirekt an die Rentenanpassung gekoppelt und da diese ab 1.7.2009 erhöht wurde, bekommen auch die ALG II-Empfänger etwas mehr Geld überwiesen.

Die Erhöhung erfolgt automatisch und die ALG II-Empfänger müssten ab Anfang Juli neue Bescheide erhalten haben. Die Höhe der Zahlungen hängen von der Familiensituation und der Miethöhe ab. Ohne Berücksichtigen der Miete liegen die Zahlungen für den Lebensunterhalt zwischen 215 Euro (Kind bis zum 6. Lebensjahr) und 359 Euro (Alleinstehender oder Alleinerziehender).

Neu eingeführt wurde eine neue Altersstufe für die Kinder im Haushalt des Antragsstellers: 7 - 14 Jahre. Bisher wurden Kinder bis 14 Jahre einheitlich unterstützt. Nun gibt es für die Gruppe der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren einen um 36 Euro höheren Satz. Allerdings wird das Kindergeld auf den ALG II Bezug angerechnet.

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