Homeoffice: zu Hause Arbeiten und effektiv den Job machen

Leute wie Online-Journalisten, die zu Hause ihre Arbeit erledigen, treffen immer wieder auf neidvolles Interesse. Denn sie können jederzeit ihren Schreibtisch verlassen, Musik hören und Cafe trinken.

Und wenn die Sonne scheint, dann setzen sie sich in den Garten und nehmen das Mobilphon mit. Prinzipiell stimmt das schon, doch die Arbeit muss trotzdem erledigt werden. Und wer das Frühstück mit langem Zeitungslesen vertrödelt, der muss dann eben dann noch eine Sonderschicht einlegen, wenn die anderen schon im Schwimmbad liegen.

Wer als zu Hause Arbeitender Probleme damit hat, rechtzeitig den Weg zum Schreibtisch oder an den Computer zu finden, der kann hierzu verschiedene Techniken nutzen. Eine Möglichkeit ist die strickte Trennung von Privat- und Arbeitssphäre. Es gibt ein Arbeitszimmer und dort ist fast alles mit Arbeit verbunden. Insbesondere gibt es keinen gemütlichen Fernsehsessel oder private Bücher. Man sitzt im Büro und auch Stühle und andere Sitzgelegenheiten sind betont Büro orientiert.

Wenn es der Steigerung der Arbeitseffektivität dient, dann macht es auch Sinn, dass man genaue Arbeitszeiten festlegt. Von Thomas Mann ist bekannt, dass er jeden Werktag ganz bestimmte Schreib- und Essenzeiten penibel einhielt. Den Familienmitgliedern war es auch strickt untersagt, den Schriftsteller während seiner Schreibarbeit zu stören. Dieses Konzept wirkt heute vielleicht etwas zu strikt. Doch für zu Hause Arbeitende ist es wichtig, dass sie eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit umsetzen, wenn sie es vermeiden wollen, dass ein Bereich den anderen übernimmt oder unterdrückt. Auch Pausen sollten mit einer gewissen Regelmäßigkeit geplant werden.

Wer aus dem betrieblichen Umfeld in ein Home-Office wechselt, aber die Aufgaben weitgehend beibehält, muss auch gezielt die Kommunikation mit den Kollegen steuern, damit er nicht aus deren Blickfeld verschwindet. Der Rückgang von Kommunikationsmöglichkeiten ist auch der Hauptgrund dafür, warum viele Arbeitgeber zurückhaltend gegenüber Home-Office-Arbeitsplätzen sind. Diese Kommunikation kann auch nicht vollständig durch elektronische Möglichkeiten (E-Mail oder Instant-Messaging) ersetzt werden. Falls nicht schon vom Abteilungsleiter vorgesehen, sollte man selbst einen Jour-Fix einplanen, bei dem man gezielt das persönliche Gespräch mit den Kollegen sucht. Diese stellen sich auch besser auf die Kommunikation ein, wenn sie regelmäßig und berechenbar ist.

Wenn man das alles nicht allzu eng angehen will, dann ist das nicht verkehrt, wenn man sich dabei wohl fühlt. Aber auch dann macht es Sinn, gelegentlich Aufzeichnungen über die Arbeitszeit und die erfüllten Arbeitsaufgaben anzufertigen. Denn macht braucht als zu Hause Arbeitender ein Gefühl für die Angemessenheit des Zeitaufwands. Dies ist noch wichtiger, wenn man das Gefühl der Ineffektivität hat. Dann können Detailaufzeichnungen dem zu Hause Arbeitenden dazu dienen, "Zeitfresser" zu lokalisieren, die wenig zum Umsatz oder zur Steigerung des Projekterfolgs beitragen.

 

Ihre Artikel Bewertung:
Bitte wählen Sie einen Stern

Durchschnitt: 0.0 / Prozent: 0% , Stimmen:

Artikelinformationen