Mit Benchmarking den Unternehmenserfolg fördern 

Benchmarking bezieht sich auf den englischen Begriff Benchmark. Man kann ihn mit "Maßstäbe setzen" übersetzen. Es geht darum, einen oder mehrere quantitativ bestimmbare Merkmale zu finden, die den Unternehmenserfolg deutlich kennzeichnen.

Beim Benchmarking wird anhand von konkreten Daten und Fakten Geschäftsprozesse und Performance-Merkmale unterschiedlicher Unternehmen vergleichbar gemacht. Diese Messgrößen müssen zunächst unternehmens- oder branchenspezifisch bestimmt werden. So können bei einen Autohersteller die Zeit vom Beginn der Produktion bis zum fertigen Auto als Merkmal für ein Benchmarking bestimmt werden, wenn diese Produktionszeit für die Branche eine relevante Größe darstellt und davon auszugehen ist, dass eine Verkürzung der Produktionszeit (also ein verbessertes Benchmarking) parallel zu einer verbesserten Verkaufssituation mit höheren Gewinnmargen führt.

Bestimmt man auf diese Weise nicht geeignete Marken fürs Benchmarking, dann verfehlt man den angestrebten Erfolg, der eigentlich durch Benchmarking vorangebracht werden soll. Die Umsetzung des Benchmarking sollte innerhalb des Unternehmens zu einer Orientierung auf die Besten einer Branche führen. Diese Strategie beim Benchmarking wird auch oft unter dem Begriff "Best Practices" subsummiert und sollte sowohl Konzepte beinhalten, wo es darum geht, das Richtige zu finden, wie darum das Gefundene richtig zu tun: Bestimmung der richtigen Vorgehensweisen und Förderung der Effizienz der Vorgehensweisen durch geeignete Benchmarking-Kriterien.

Zur Umsetzung beim Benchmarking müssen die zu fördernden Ziele genau bestimmt und überprüfbar gemacht werden. Wenn es zum Beispiel um die Bestimmung der Länge der Produktionszeit beim Auto geht, dann muss man vorher die genauen Anfangs- und Endpunkte der Messung festlegen. Hat das Benchmarking dann Erfolg, dann muss dieser somit quantitativ bestimmbar sein. Es muss auch geprüft werden, ob der konkrete Erfolg beim Benchmark mit den übergeordneten Zielen (Qualität der Produktion, Steigerung des Profits) korrespondiert.

Benchmarking kann so zu einem sehr effektiven Weg werden, externes Wissen in das eigene Unternehmen hereinzubringen. Denn das Benchmarking-Projekt ist praxisorientiert in Bezug auf Branchenziele, die allgemein anerkannt sind. Benchmarking kann aber auch in größeren politischen Zusammenhängen eingesetzt werden, etwa wenn in der EU die Leistungen von Krankenkassen oder Universitäten verglichen werden. Entscheidend ist auch hier, dass die konkreten Ziele des jeweiligen Benchmarking-Prozesses mit den übergeordneten politischen Zielen korrespondieren. So ist zum Beispiel zu fragen, ob denn eine kurze Verweilzeit des Patienten in der Klinik ein wirklich geeigneter Maßstab für das Benchmarking ist, wenn hierdurch Belastungen für das Gesundheitssystem nach dem Klinikaufenthalt die Folge sind.

Benchmarking wird also dann zum Erfolg der Unternehmensentwicklung, wenn seine konkreten Ziele mit den übergeordneten Zielen in Übereinstimmung sind und dies auch einen laufenden Prüfprozess unterzogen wird.

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