Nutzung von Handwerker-Börsen und sonstigen Jobbörsen: Was ist zu beachten?

Wer Handwerker für bestimmte Sanierungsaufgaben in Haus- oder Garten benötigt, der kann auf speziellen Arbeitsbörsen im Internet diese Jobs anbieten. Bekannt sich hier vor allem myhammer.de und blauarbeit.de, die das Jobangebot als umkehrte Versteigerung ablaufen lassen.

Meist gibt der Auftraggeber einen gewissen Rahmen vor, was er denn für ein Budget zur Verfügung stellen will. Dann kommen die Angebote und da auf den Börsen deren Preisvorstellung sichtbar ist, wird für neue Anbieter eine Motivation geschaffen, die bisherigen Angebote zu unterbieten.

Allerdings ist der Auftraggeber nicht verpflichtet, den günstigsten Anbieter zu berücksichtigen. Entsprechend der Beschreibung des Anbieters oder seiner Reputation ist die Auftragsvergabe frei: Den Auftrag bekommt nur der, der zugleich Kompetenz und günstigen Preis bieten kann.

Auftraggeber sollten Ihren Auftrag so genau wie möglich beschreiben. Immer wieder findet man Ausschreibungen, die nur sehr knapp gehalten sind: "Ich möchte eine Website erstellen." Dies ist wenig hilfreich und kann höchstens mit Tagessätzen beantwortet werden. Besser ist es zu beschreiben, wie viel Text und wie viele Bilder für die Website benötigt werden. Und ob diese auch schon vorliegen oder erst erstellt werden müssen. Dann kann ein Website-Ersteller oder Webdesigner besser die Ausschreibung in ein nachvollziehbares Konzept umsetzen.

Ähnlich wie beim Auktionshaus eBay sollte man nach abgeschlossenem Auftrag sich wechselseitig bewerten. Damit liefert man entscheidende Hinweise für zukünftige Anbieter und Ausschreibungen. Generell sollten Auftraggeber und Auftragsnehmer berücksichtigen, dass Ihr Verhalten in Projektbörsen längerfristig auf ihre Reputation wirkt. Billige Aufträge und niedrige Preise können für andere Zusammenhänge sich dann negativ auswirken.

Für bestimmte Projekte und höher qualifizierte Freiberufler gibt es im Internet auch sogenannte Projektbörsen. Hier schreiben vor allem Unternehmen Projekte aus dem IT-Bereich für sogenannte Freelancer aus. Es geht dabei um komplexere Dinge, wie die Entwicklung von Datenbanken oder die Neukonzipierung einer innerbetrieblichen Vernetzung. Es gibt hier kostenpflichtige und auch kostenfreie Projektbörsen. Generell wird den kostenpflichten Angeboten mehr Professionalität unterstellt, doch die kostenfreien Angebote punkten mit vielfältigen Bewertungsmöglichkeiten.

Sehr häufig werden von Unternehmen größere Aufträge für feste Zeiträume vergeben. Hier bewirbt man sich als Auftragnehmer mit Referenzen und gibt einen bestimmten Tagessatz an. Spezialisten erreichen hier schnell etliche hundert Euro pro Tag. Auf hier sollte es für die Auftraggeber sehr wichtig sein, die Details des Projekts genau zu beschreiben, damit der Freelancer abschätzen kann, ob er für das Projekt ausreichende Qualifikationen mitbringt.

In Konkurrenz zu konkreten Auftragsbörsen stehen die allgemeinen Geschäftsplattformen wie XING oder entsprechende Fachplattformen. Hier geht es meist nicht um konkrete Aufgaben und konkrete Projekte sondern um allgemeine geschäftliche oder berufliche Vernetzung. Konkrete Angebote oder Aufträge werden erst ins Gespräch gebracht, wenn sich der Kontakt über längere Zeit verstärkt hat.

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