Personalvermittlung - Wo sich Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt treffen

Die Aufgaben einer Personalvermittlung sind weitaus vielschichtiger, als man anfangs denken möchte. Mehr als nur bloße Vermittlung von geeignetem Personal an entsprechende Auftraggeber, obliegt der Personalvermittlung nämlich auch, passende Stellenanzeigen und Bewerberprofile miteinander abzugleichen. Oft sind es nämlich nur Nuancen, die eine Entscheidung ausmachen. Diese zu erkennen bzw. richtig zu interpretieren ist eine der vielseitigen Aufgaben einer Personalvermittlung.

Als Schnittstelle zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder auch Arbeitssuchenden, fungiert eine Personalvermittlung auch als Anlaufstelle bezüglich der Wünsche und Vorstellungen beider Parteien. Sie muss demnach über eine gewisse Bewerberdatenbank verfügen bzw. diese auch immer wieder aktualisieren, um für eine ausgeschriebene Stelle jeweils mehrere Vorschläge unterbreiten zu können. Der Arbeitgeber möchte letztendlich nicht in die Vorauswahl mit einbezogen werden, sondern am Ende zwei- oder drei Kandidaten interviewen. Schließlich verlagern zahlreiche Unternehmen diesen Teil der Personalrekrutierung bewusst an Personalvermittlungen, um Kosten und Zeit zu sparen bzw. Ressourcen anderweitig einsetzen zu können.

Die Vorarbeit leistet demnach die Personalvermittlung, indem sie vielleicht zehn bis fünfzehn Profile herausfiltert, die Bewerber einlädt, Einzelgespräche führt und eventuell auch spezielle Tests ansetzt, um am Ende eine sehr enge Auswahl von zwei bis drei potenziellen künftigen Arbeitnehmern zu haben. Diese werden dem Arbeitgeber dann vorgeschlagen, vorgestellt und möglicherweise zu einem Bewerbungsgespräch beim Unternehmen selbst eingeladen.

Insofern geht es bei einer erfolgreichen und professionellen Personalvermittlung vielmehr auch darum, die Fertigkeiten der einzelnen Bewerber/innen im Detail zu prüfen. Beispielsweise fordert der Arbeitgeber - ein Unternehmen aus dem Bereich Metallverarbeitung - eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung vom künftigen Angestellten. Nun gibt es zahlreiche kaufmännische Zweige und die Frage, ob nun ein Industriekaufmann/ eine Industriekauffrau oder doch eher ein/e ausgebildete/r Schweißerin mit Ausbildereignungsschein und Vertriebskenntnissen geeigneter sind, muss der Personalvermittler anhand anderer relevanter Abgleiche der jeweiligen Profile beantworten.

Ein detailliertes Bewerberexposé sollte in jedem Fall das Ergebnis aller Bemühungen sein. Schließlich lässt sich darauf immer gut zurückgreifen. Je nach Personalvermittlung erfolgt die Vergütung entweder durch das Unternehmen selbst und/oder den Bewerber bzw. bei der Vermittlung von Arbeitslosen in Form eines Vermittlungsgutscheins, ausgehändigt durch die öffentliche Hand / Bundesarbeitsagentur bei erfolgreicher Vermittlung in einen sozialversicherungspflichtigen Job, der mindestens fünfzehn Wochenstunden umfasst (http://www.bpv-info.de/xist4c/web/www-bpv-info-de_id_7302_.htm).

 

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