PFIFF=Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer

Schon seit längerer Zeit ist das Bundesministerium für Arbeit und Soziales darum bemüht, die Fähigkeiten von älteren Arbeitnehmern über diverse Weiterbildungsangebote zu fördern, denn angesichts des demographischen Wandels werden ältere Arbeitnehmer zunehmend gebraucht, um die sozialen Sicherungssysteme zu finanzieren.

Auch die Forderungen nach einem späteren Eintrittsalter in den Rentenbezug können nur ergänzend mit besseren Weiterbildungsinitiativen wirksam werden. Eine Initiative des Ministeriums ist das Förderungsprogramm INQA (Initiative Neue Qualität der Arbeit). Dort gibt es bereits die zweite Stufe des Forschungsprogramms PFIFF.

PFIFF steht für Programm zur Förderung und zum Erhalt intellektueller Fähigkeiten für ältere Arbeitnehmer und beinhaltet zwei aufeinander folgende Forschungs- und Umsetzungsprojekte. Ausgangspunkt des Programms PFIFF sind die Herausforderunger für Gesellschaft und Unternehmen, wenn sich in den nächsten Jahren der Altersdurchschnitt der Beschäftigten deutlich erhöhen wird. Hier werden neue Konzepte benötigt, um alle Mitarbeiter dabei zu unterstützen, ihre geistige Leistungsfähigkeit zur erhalten und zu fördern.

PFIFF 1 wurde bereits Ende 2008 abgeschlossen. Die wichtigsten Forschungskonzepte und Ergebnisse findet man unter der Website www.pfiffprojekt.de/pfiff1.

Die beste Maßnahme zum Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit auch im Alter besteht darin, dass die Arbeit so gestaltet und organisiert wird, dass auch ältere Beschäftigte in ihrer beruflichen Tätigkeit geistig ausreichend beansprucht werden. Auch die berufliche Weiterbildung kann im Alter mit gleichem Erfolg wie in der Jugend gefördert werden. Denn, so ein Fazit von PFIFF1: Es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis, das Lern- und Handlungsfähigkeit im Alter reduziert wird. Deshalb ist es falsch, wenn Ältere mit weniger anspruchsvollen Routinearbeiten beschäftigt werden und die Jüngeren die kreativen Tätigkeiten zu ihren Schwerpunkten erklären. Vielmehr ist auch mit PFIFF der Nachweis erbraucht worden, dass solche Fehleinstellungen gegenüber beruflichen Tätigkeiten der Älteren, diese in ihren Möglichkeiten reduzieren. "Im Alter lernt man schlechter", wird zur selbsterfüllenden Prophezeiung und ist damit kontraproduktiv für die älteren Mitarbeiter und die Wirtschaft insgesamt.

PFIFF 2 läuft seit Mai 2009. Hier geht es jetzt um konkrete Maßnahmen, die dafür sorgen sollen, dass die Entwicklung und Sicherung geistiger Fähigkeiten für Beschäftigte aus der Produktion ab 45 Jahre besser möglich werden. Basis für Transfermaßnahmen ist unter anderem ein erfolgreiches Projekt aus PFIFF 1, wo bei Opel ein Gesundheitskonzept zur Steigerung geistiger Fitness praktisch erprobt wurde. Gesundheitsakteure aus unterschiedlichen Unternehmen werden gemäß dem üblichen Multiplikatoren-Konzept "Train the Trainer" geschult. Diese Trainer setzen dann die erlernten Konzepte in den jeweiligen Unternehmen um. Neben einer praktischen Umsetzung und einer Weiterentwicklung des Trainings wird auch den Beteiligten aufgezeigt, welche Aspekte der Erhalt der geistigen Leistungsfähigkeit hat. Maßnahmen werden durch psychologische Tests geprüft sowie über Befragungen abgesichert.

Weitere Infos zu PFIFF2 findet man auf www.pfiffprojekt.de/pfiff2/.

 

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